"Keep cool": Kogler wollte nie Flutlicht-Verbot

Sebastian Kurz drängt auf einen schnellen Abschluss der Koalitionsverhandlungen. Doch sein Gegenüber, Werner Kogler, lässt sich nicht hetzen. Außerdem möchte er etwas klarstellen.
Keine Flutlichter mehr in Fußballstadien nach 20 oder 21 Uhr, um Insekten zu schützen? Eine entsprechende Forderung der Grünen sorge in den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP für dicke Luft, berichtete der "Kurier". Dennoch solle die neue Regierung nach dem Willen des designierten Bundeskanzlers Sebastian Kurz bereits im Jänner stehen.

Nun reagiert Grünen-Chef Werner Kogler: Im Gespräch mit der APA bezeichnete er die Insekten-Forderung als "völligen Unsinn", spricht gar von einer "Falschmeldung". Um diese Uhrzeit pflege er selber "im Stadion zu sitzen".



"Qualität vor Geschwindigkeit"



CommentCreated with Sketch.14 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.Was den zeitlichen Fahrplan betrifft, widerspricht er in einigen Punkten ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Kogler lässt sich nicht hetzen, plädiert für ein ruhiges Weiterverhandeln. "Keep cool. Es kommt früher oder später noch genug Hitze in die Küche."

Auch einen Seitenhieb auf die vorangegangene türkis-blaue Regierung konnte sich Kogler nicht verkneifen: "Besser zwei bis drei Wochen länger verhandelt und dann zwei bis drei Jahren länger regiert."

"Keep cool. Es kommt früher oder später noch genug Hitze in die Küche."


Inhaltlich pocht Kogler auf die grünen Kernthemen, die realisiert werden müssen. Es gehe darum, "ökologisch nachhaltig, ökonomisch vernünftig und sozial gerecht" vorzugehen, ansonsten seien die Grünen "halt nicht dabei". Kogler möchte arbeitende Menschen entlasten. Gegenfinanziert soll das Ganze entweder durch Öko- oder Erbschaftssteuern werden.

Ob es zu einer, wie von Sebastian Kurz angestrebten, raschen Lösung kommt, ist ungewiss. Kogler gestand im Gespräch mit der APA, dass es Themenbereiche gebe, die noch gar nicht besprochen worden seien. Dazu zähle etwa das Kapitel Europa. Feststeht, dass über Weihnachten eine Pause eingelegt wird. Danach werden die Verhandlungen am 27. Dezember fortgeführt.



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