Chaos in Rio de Janeiro

Schießerei! 200 Touristen auf Ausichtspunkt gefangen

Rund 200 Urlauber saßen auf einem Aussichtsberg in Rio de Janeiro fest. Grund dafür war eine Schießerei in einem angrenzenden Armenviertel.
Newsdesk Heute
22.04.2026, 16:54
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Der Morro Dois Irmãos ist eine beliebte Touristenattraktion in Rio de Janeiro. Nacht für Nacht wandern Menschen den 1,5 Kilometer langen Weg hinauf, um von der über 500 Meter hohen Felsformation den Sonnenaufgang zu bewundern.

Doch am vergangenen Wochenende wurde der Ausflug für rund 200 Besucher zum Albtraum. In der angrenzenden Favela Vidigal brach eine heftige Schießerei aus, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Gruppe.

Wie bild.de unter Berufung auf Lokalmedien berichtet, mussten die Touristen am Boden kauern und ausharren. Eine Touristin namens Matilda Oliveiro schilderte TV Globo die Situation: "Wir hatten auf den Sonnenaufgang gewartet, und plötzlich forderten uns die Reiseleiter auf, uns hinzusetzen. Plötzlich hörten wir Schüsse."

Drogenboss entkam durch Geheimgang

Hintergrund des Chaos: Die Polícia Civil und die Spezialeinheit CORE führten eine Razzia gegen das berüchtigte Comando Vermelho durch. Die über 5.000 Mann starke Bande kontrolliert in einigen Vierteln mittlerweile nicht nur den Drogenhandel, sondern auch die Gasversorgung, das Kabelfernsehen und den Nahverkehr.

Eigentlich wollten die Beamten den 2024 aus dem Gefängnis ausgebrochenen Drogenboss Edinaldo Pereira Souza alias "Dada" festnehmen. Gegen ihn liegen acht Haftbefehle vor. Doch er entkam durch einen Geheimgang. Nach rund zwei Stunden konnten die Touristen schließlich sicher vom Berg gebracht werden.

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