Es habe am Sonntag einen "tödlichen kinetischen Angriff" auf ein Schiff ausgeführt, das von "als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben wurde", teilte das für Lateinamerika und die Karibik zuständige Kommando der US-Streitkräfte (Southcom) im Onlinedienst X mit. Dabei seien "drei männliche Drogenterroristen getötet" worden.
Weiter hieß es, geheimdienstliche Erkenntnisse hätten bestätigt, "dass das Schiff bekannte Drogenhandelsrouten in der Karibik befuhr und an Drogenhandel beteiligt war".
US-Armeevertreter haben der Nachrichtenagentur AFP zufolge im April mindestens sechs solcher Angriffe gemeldet. Damit stieg die Zahl der Toten bei solchen Einsätzen auf mindestens 180.
Seit September vergangenen Jahres haben die USA dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump spricht von "Narko-Terroristen".
Die US-Regierung hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.