Wal-Drama in Deutschland: Schon seit mehreren Wochen kämpft der gestrandete Buckelwal "Timmy" vor der Küste der Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) um sein Leben. Auch am Sonntag versuchte das Team einer privaten Initiative alles, um das Tier zu befreien.
Schon am Samstag hatte man die Crew des Schleppers "Robin Hood" mit dem Abtransport beauftragt. Demnach soll der Wal mit Luftkissen auf ein Netz gehoben werden, welches zuvor an einem Rechteck aus Pontons befestigt werden soll. Die Konstruktion soll dann von der "Robin Hood" bis in den Atlantik gezogen werden.
Aktuell befindet sich der Schlepper in Wismar und wird vermutlich auch vorerst dort bleiben. Wie die "Bild" berichtet, wird "Timmy" am Sonntag nicht mehr gerettet werden. Zunächst sei man noch davon ausgegangen, dass man den Wal in den späten Abendstunden abtransportieren kann. Nun ist klar, den Helfern fehlen noch einige Stunden, bis damit begonnen, werden kann.
Dennoch bestehe Hoffnung, wie die Anwältin der Initiative, Constanze von der Meden, und die leitende Tierärztin der Helfer, Janine Bahr-van Gemmert, zuvor bei einer Pressekonferenz mitteilten. Demnach zeige "Timmy" viele Lebenszeichen. Laut der Tierärztin habe er "einen Lebenswillen und eine Chance". Der Veterinärin zufolge wolle "Timmy" frei sein.
Laut von der Meden könne auch ein Plan B in Kraft treten. Dieser sehe vor, dass sich der Wal bei steigendem Meeresspiegel selbst aus der Bucht befreit. Für diesen Fall würden DLRG-Boote auf "Stand-by" stehen, um das Tier sicher in den Atlantik zu geleiten.