Wal-Rettung läuft

Helfer sprechen plötzlich von "Plan B" für "Timmy"

In Deutschland soll die Rettung des gestrandeten Wals "Timmy" in die finale Phase gehen. Nun geben die Helfer ein Update.
Newsdesk Heute
19.04.2026, 16:39
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Bereits seit mehreren Wochen liegt der gestrandete Buckelwal "Timmy" vor der Küste der Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern). Seit einigen Tagen laufen die Vorbereitungen für einen letzten Rettungsversuch auch Hochtouren. Die Maßnahme wird von einer privaten Initiative durchgeführt.

Laut dem Plan sei vorgesehen, dass man "Timmy" mit Luftkissen anhebt und dann mit einem an Pontons befestigten Netz in den Atlantik zieht. Den Transport soll der Schlepper "Robin Hood" unternehmen. Es könnte noch am Sonntag losgehen.

"Timmy" hat "Chance"

Am Nachmittag traten die Anwältin der Helfer Constanze von der Meden sowie die leitende Tierärztin der Helfer, Janine Bahr-van Gemmert, vor die Journalisten und gaben ein Update zur aktuellen Lage um Timmy.

Laut von der Meden würden die Helfer "an die Grenze der Leistungsfähigkeit" gehen. Demnach kämen die Saugarbeiten unter dem Tier gut voran. Der Wal zeige viele Lebenszeichen, weshalb man "guter Dinge" sei. Diese Darstellung wurde auch von der Tierärztin bestätigt.

Van Gemmert zufolge atme "Timmy" mittlerweile tiefer ein. Er habe "einen Lebenswillen und eine Chance". Die Veterinärin ist sich sicher: "Timmy will frei sein!" Deshalb werde man "Gas geben".

Das ist der "Plan B"

Dann ließ die Anwältin noch mit einer brisanten Theorie aufhorchen. Ihr zufolge werde "Timmy" immer stärker. So könnte es bei steigendem Wasserspiegel passieren, dass der Wal möglicherweise von allein wegschwimme. Daher habe man nun einen Plan B aktiviert. DLRG-Boote würden auf "Stand-by" stehen, um das Tier im Falle, dass es losschwimmt, sicher in den Atlantik zu geleiten.

Nach den beiden Frauen meldete sich auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) zu Wort. Er betonte, dass "Timmy" deutlich aktiver wäre. Der Initiative sei man dankbar, Backhaus glaube an den Erfolg der Rettung. Die Kritik der Helfer an der Bürokratie wollte der Umweltminister nicht gelten lassen. Er sagte, dass man "auf Zuruf und auf Augenhöhe" arbeiten würde. Manche Dinge müssten einfach erst genehmigt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.04.2026, 16:43, 19.04.2026, 16:39
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