Die Wal-Rettung LIVE

So stehen die Chancen für "Timmy" wirklich

Die Spannung vor der Insel Poel steigt. Der gestrandete Wal "Timmy" soll gerettet werden. Eine beteiligte Tierärztin klärt über seine Chancen auf.
Newsdesk Heute
17.04.2026, 12:26
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Wal-Drama vor der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern)! Bereits seit über zwei Wochen kämpft dort der gestrandete Buckelwal "Timmy" um sein Leben. Sein Zustand wurde von Fachleuten und dem zuständigen Umweltministerium als sehr schlecht eingeschätzt. Dann kam es jedoch zur Wende.

Auf Initiative von Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz und der Unternehmerin Karin Walter-Mommert soll das Tier aus dem flachen Wasser geborgen werden. Der riskante Plan: "Timmy" soll mit Luftkissen und Schwimmpontons angehoben und bis in die Nordsee oder sogar den Atlantik geschleppt werden.

"Reelle Chance" für "Timmy"

Eigentlich war der Start der Rettung schon für Donnerstag geplant, dieser wurde aber verschoben. Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern dulden den Rettungsversuch, betonen aber, dass die Verantwortung ausschließlich bei der privaten Initiative liegt. Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich am Freitag zuversichtlich. "Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird", sagte er vor Ort.

Wie die "Bild" berichtet, teilt diese Überzeugung auch eine Tierärztin, die von den Helfern hinzugezogen wurde. Der Veterinärin Janine Bahr van Gemmert zufolge werde das Leid des Wals durch die geplante Maßnahme nicht verlängert. Sie sei mehrmals selbst vor Ort gewesen und versicherte, dass das Tierwohl bei der Rettung im Vordergrund stehe.

Die Einschätzung, das Tier in Ruhe sterben zu lassen, teile van Gemmert nicht. Gegenüber der Zeitung sagte sie, dass das Team bereits Kontakt zu dem Wal aufgenommen habe. "Timmy" habe eine "reelle Chance, zu überleben und dort wegzukommen", so die Tierärztin.

"Viel Energie" gespürt

Mittlerweile würde es so aussehen, als ob der Wal tiefer im Wasser liege. Dies könne entweder auf einen gestiegenen Wasserspiegel zurückzuführen sein oder darauf, dass sich das Tier durch eigene Bewegungen tiefer in den Schlick hineingewühlt habe. Er sei etwa fünf Meter von dem Sprinkler weggeschwommen, der ihn befeuchtet habe.

Laut der Tierärztin könne auch seine verletzte Haut, die man mit einer speziellen Salzlösung behandelt hat, heilen. Natürlich wisse man nicht, wie die Aktion ausgehen werde, dennoch sei man überzeugt, dass man "Timmy" aus "diesem Gefängnis" befreien könne. Auch eine Sprecherin des Helfer-Teams zeigte sich von einem positiven Ausgang überzeugt. Demnach habe man "viel Energie" vom Wal gespürt.

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