Ole Gunnar Solskjaer ist nach dem 1:4 bei Watford und einer Negativserie als Trainer bei Manchester United Geschichte. Superstar Cristiano Ronaldo schmerzt der Abgang seines Coaches. "Er war mein Stürmer, als ich anfangs ins Old Trafford kam und er war mein Trainer als ich zurückkam", schreibt "CR7" auf Instagram. "Vor allem ist Ole aber ein außergewöhnlicher Mensch. Ich wünsche ihm das besten in allem, was das Leben für ihn bereit hält."
Die Zukunft des Norwegers ist offen. Ronaldo schickt ihm zum Abschied jedenfalls die besten Wünsche: "Viel Glück mein Freund, Du verdienst es!" Auch der Klub stellt klar, dass man sich ungern von Solskjaer trennt. "Ole wird immer eine Legende bei Manchester United sein, daher sind wir mit Bedauern zu diesem schwierigen Entschluss gekommen. Auch wenn die letzten Wochen enttäuschend gewesen sind, sollen sie nicht seine Arbeit der letzten drei Jahre überdecken, in denen er die Grundlagen für langfristigen Erfolg wiederhergestellt hat."
Inzwischen wird gerätselt, wer bei den "Red Devils" die Nachfolge auf der Trainerbank antritt. Wie mehrere englische Medien berichten, soll Ex-Real-Coach Zinedine Zidane der Favorit auf die Nachfolge sein. Ein Plus im Poker: Er kennt die Superstars Cristiano Ronaldo und Raphael Varane aus seiner Zeit bei den "Königlichen".
Ronaldo soll allerdings einen anderen Plan verfolgen. Wie "Sky Sport News" meldet, hat der Portugiese dem Klub für viele überraschend Luis Enrique als neuen Coach vorgeschlagen. Ronaldo soll der Überzeugung sein, dass United mit dem Ex-Barcelona-Coach wieder auf die Siegerstraße zurückkehren wird.
Enriques letzte Trainerstation bei einem Klub liegt freilich schon einige Jahre zurück. Zwischen 2014 und 2017 coachte er den FC Barcelona. Dort zeigte er, wie er mit Superstars umgehen kann. 2015 holte "Barca" mit ihm das Triple. Der Haken: Aktuell steht der 51-Jährige bei der spanischen Nationalmannschaft unter Vertrag, qualifizierte sich am letzten Drücker fix für die WM in Katar. Ob der Verband seinen Trainer kurz vor der WM ziehen lässt? Schwer vorstellbar.
Enrique selbst meinte am Sonntag, er sei aktuell glücklich mit seinem Job beim Nationalteam. Den wird er aller Voraussicht nach nicht aufgeben. Bliebe die theoretische Möglichkeit Nationalmannschaft und Klub zu trainieren. Auch das gab es schon.