"Die gute Nachricht ist, dass weniger schwere Krankheitsverläufe zu verzeichnen sind", sagte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik vom Roten Kreuz in der ORF-Sendung "Aktuell nach eins" am Donnerstag über die Omikron-Variante. "Aber gesellschaftlich ist das ein großes Risiko, weil diese Variante sehr viel ansteckender ist als die Delta-Variante und alle Varianten davor", so Foitik.
Dieser Umstand habe zur Folge, "dass sich viel mehr Menschen gleichzeitig anstecken. Und wenn nur ein geringer Anteil von sehr vielen Menschen schwer erkrankt, dann sind das leider trotzdem mehr, als wenn ein höherer Anteil von weniger Menschen erkrankt", erklärte der Bundesrettungskommandant im ORF.
Schwer treffen könnte das das Gesundheitssystem und die kritische Infrastruktur, meinte Foitik. Zu den am Mittwoch von der Bundesregierung vorgestellten neuen Maßnahmen nahm der Mann vom Roten Kreuz ebenso kritisch Stellung. "Ich glaube nicht, dass das ausreichen wird, wenn diese Omikron-Welle tatsächlich so heftig wird, wie man sie vorhersagt", meinte Gerry Foitik.
Der Rettungskommandant sieht eine Chance: "Den Beginn und den Höhepunkt dieser Welle nach hinten zu verschieben". Das würde uns Zeit verschaffen, die wir nutzen könnten, "um möglichst viele Menschen zu impfen", so Foitik.