Das Rote Kreuz bereitet sich aufgrund des Ukraine-Konflikts auf einen Großeinsatz vor. Erste Hilfslieferungen sind bereits in der Ukraine bzw. in Warschau eingetroffen. Die Vorbereitungen zur Betreuung geflüchteter Menschen laufen auf Hochtouren. „In einer humanitären Krise dieser Größenordnung zählt in der Hilfe gute Vorbereitung, damit sie auch wirksam und effizient ist“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. Dabei ist man derzeit in den Nachbarländern der Ukraine aktiv.
Neben der Verteilung von Hilfsgütern werden vor allem Notunterkünfte eingerichtet, auch in Niederösterreich. „Das erste Empfangsquartier in Wr. Neustadt ist für 70 Personen eingerichtet und kann bei Bedarf erweitert werden“, betont Landesrettungskommandant Wolfgang Frühwirt, Rotes Kreuz Niederösterreich. Hier gehe es darum, ankommende Menschen vorübergehend zu betreuen, bis diese entweder weiterreisen oder aber in längerfristigen Quartieren untergebracht werden können. „Wir sind bereits in Abstimmung, um weitere derartige Unterkünfte in den nächsten Tagen vorzubereiten.“ Aktuell koordiniert eine Führungsgruppe des Roten Kreuzes Niederösterreich die weiteren Hilfsmaßnahmen.
Mit Lidwina Dox, Freiwillige der Sondereinheit WASH (Water – Sanitär – Hygiene) des Roten Kreuzes Niederösterreich, geht nun auch das erste Mitglied des Landesverbandes Niederösterreich in den Einsatz, um in Budapest die flüchtenden Menschen zu unterstützen. Sie wird vor Ort in Abstimmung mit den nationalen Rotkreuzgesellschafen die Hilfe für Menschen auf der Flucht organisieren. Lidwina Dox ist eine von mehreren Delegierten, die durch das Österreichische Rote Kreuz bereits entsandt wurden, um den Betroffenen des Konflikts in der Ukraine zu helfen.
Die erste Hilfslieferung des Roten Kreuzes Niederösterreich ist bereits in Warschau eingetroffen. 240 Feldbetten und 460 Decken sind bereits angekommen. Diese Hilfslieferung wurde auf Bitte des Vizebürgermeisters von Warschau, Michal Olszewski und über Vermittlung von Landesvize Stephan Pernkopf und Landwirtschaftskammer NÖ Präsident Johannes Schmuckenschlager in kürzester Zeit entsandt, um beim Quartieraufbau zu helfen.
Ebenfalls vergangene Woche wurde durch das Österreichische Rote Kreuz eine Hilfslieferung von 3.400 Decken in die Ukraine entsendet, weitere Lieferungen von Hygiene-Paketen zur Versorgung von 150.000 Menschen sowie weiteres Material für Notunterkünfte wie Schlafmatten oder Kunststoffplanen sind in Vorbereitung. "Aktuell ist größte Hilfe, die jeder und jede Einzelne leisten kann, die Geldspende, mit deren Hilfe gezielt Materialien angekauft und vor Ort gebracht werden können bzw. auch die Hilfe vor Ort verstärkt werden kann", informiert das Rote Kreuz.