60 Hortkinder und sieben Mitarbeiterinnen mussten die wilden Szenen miterleben: Am Dienstagnachmittag hatte der Hort Römerbergschule wie schon so oft einen Ausflug auf den benachbarten Spielplatz Schulertal gemacht.
Dort war die Freude der Kinder zunächst ungetrübt – bis sich plötzlich der Hund losriss. Er entkam seiner Besitzerin und rannte auf die Gruppe zu. Ein Mädchen und ein Bub wurden attackiert.
Sie kam mit dem Schrecken davon, für ihn endete der Vorfall weniger glimpflich: Er wurde ins Bein gebissen. Die Wunde musste im Krankenhaus mit zwei Stichen genäht werden.
"Heute" hat Daniel Hagendorf, Direktor der Kinder- und Jugend-Services am Magistrat Linz, erreicht. Er schildert die bangen Minuten so: Seine Kolleginnen versuchten noch, den Vierbeiner an der Leine zu packen, bevor er auf die Kinder losging. Dann gelang es ihnen, das Tier wegzuziehen. Sie alarmierten Rettung und Polizei.
In der Betreuungseinrichtung läuft jetzt mit Unterstützung der Krisenhilfe die Aufarbeitung des Vorfalls. Die Pädagoginnen werden beraten, wie sie die Kleinen nun bestmöglich begleiten können.
Man werde den Spielplatz auch künftig nutzen, da die Bewegung im Freien sehr wichtig sei, heißt es in einem Mail an die Eltern. Gleichzeitig möchte man den Bedürfnissen der Schüler gerecht werden: "Sie können daher selbst entscheiden, ob sie lieber im Hort oder draußen spielen möchten."