Jetzt ist es fix: Es gibt eine Anklage im Fall um den erschossenen Border Collie "Cooper". Der Jäger (84), der Ende Dezember den Hund getötet haben soll, muss sich voraussichtlich am 8. April am Landesgericht Steyr verantworten.
Am 27. Dezember war "Cooper" mit Besitzer Fabian P. (30) auf einer Forststraße in Pettenbach (Bez. Kirchdorf) unterwegs. Der Border Collie trug einen grellen Brustharnisch und lief ein Stück voraus. Plötzlich fiel ein Schuss vom Hochstand – der Hund wurde tödlich getroffen. Der Besitzer stand unter Schock, sprach später von einem Moment, der sich wie ein "böser Traum" angefühlt habe.
Ein Video, das "Heute" vorliegt, zeigt das Gespräch kurz nach dem Vorfall: Der Pensionist behauptete laut dem 30-Jährigen mehrmals, er habe den Hund mit einem Fuchs verwechselt. Zudem sei der Schütze "sehr unempathisch" gewesen und soll immer wieder gefragt haben, "wie er mir helfen kann, dass ich zu einem neuen Hund komme".
Nach längeren Ermittlungen landete der Fall Anfang Februar bei der Staatsanwaltschaft Steyr – jetzt hat die Behörde Anklage gegen den 84-Jährigen erhoben. Tierquälerei und Sachbeschädigung sind die Vorwürfe, wegen derer er sich verantworten muss. Der Prozess ist für den 8. April angesetzt. Der Termin könne sich aber noch einige Tage nach hinten verschieben, so Christina Forstner, Sprecherin des Landesgerichts, gegenüber "Heute".
Der 84-Jährige ist laut Gericht unbescholten und nicht geständig: "Er gibt an, den Hund für ein jagdbares Tier gehalten zu haben." Der Jäger, für den die Unschuldsvermutung gilt, bleibt also dabei, "Cooper" mit einem Fuchs verwechselt zu haben.
Für den Hundebesitzer ist der Schmerz bis heute nicht vergangen. "Cooper" wurde mittlerweile eingeäschert. In seinem Zuhause steht nun ein kleiner Schrein für seinen "besten Freund". "Er fehlt einfach jeden Tag", sagte Fabian. Wie "Heute" erfuhr, gab der betagte Jäger nach dem Vorfall freiwillig seine Jagdkarte und die Waffe ab.