Wenn auf der Gugl kein Ball rollt, leuchtet es trotzdem: In Linz sorgt die Beleuchtung des LASK-Stadions für mächtig Ärger. Und zwar nicht nur bei direkten Nachbarn rund um die Gugl – das Licht ist teils in der ganzen Stadt Thema. Vor allem an Abenden mit Nebel oder dichter Bewölkung ist der orange-gelbe Schein auch mehrere Kilometer weiter deutlich zu erkennen.
Auch Stadtentwickler Lorenz Potocnik (LinzPlus) dokumentierte den "irren Lichtpegel" schon mit Fotos – und das nicht irgendwo beim Stadion, sondern mitten in der City. Seine Fotos zeigen: Selbst vom Hauptplatz aus ist der helle Schein deutlich zu sehen. "Das polarisiert so stark, dass es die halbe Stadt erleuchtet", sagt er "Heute".
Grundsätzlich diene das der Rasenbeleuchtung. Wie der LASK gegenüber den "OÖN" erklärte, brauche der Rasen wegen der Bauweise des Stadions und der Schatten durch Tribünen in bestimmten Phasen extra Licht. "Es wird immer nur so viel und so lange beleuchtet, wie es für die Rasengesundheit zwingend erforderlich ist – mit dem klaren Ziel, Lichtemissionen möglichst gering zu halten", heißt es.
"Was nicht in Ordnung ist, dass auch in der Nacht beleuchtet wird", sagt Potocnik dazu. "Man könnte ja auch am Tag beleuchten." Sein Zugang ist simpel: Wenn es um technische Notwendigkeiten geht, dann bitte so, dass die Belastung für Anrainer und Stadt möglichst klein bleibt.
Auch bei der Linzer Stadtregierung ist das Thema schon angekommen. Aus dem Büro der zuständigen Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) hieß es laut "OÖN"-Bericht, man stehe im Austausch mit dem Verein und prüfe die rechtlichen Möglichkeiten. Ziel sei eine Lösung im Sinne der Anrainer.