Der Großbrand in der Nacht auf Freitag im Bezirk Grieskirchen war offenbar noch verheerender als zunächst angenommen. Der Vierkanthof stand wie berichtet gegen 0.55 Uhr schon in Vollbrand – nun liegen neue Details der Polizei vor.
Die 42-jährige Hofbesitzerin gab bei ihrer Erstbefragung an, sie habe wegen eigenartiger Geräusche zunächst geglaubt, es würde hageln. Als sie aus dem Fenster blickte, habe jedoch der obere Stock des Stalls bereits in Flammen gestanden.
Sie setzte sofort den Feuerwehr-Notruf ab. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der Trakt schon in Vollbrand. Insgesamt standen 13 umliegende Feuerwehren mit rund 185 Einsatzkräften im Löscheinsatz.
Besonders dramatisch: Entgegen erster Meldungen dürften laut Polizei nicht zehn, sondern sogar rund 20 Kälber im Feuer verendet sein. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich nur einige der insgesamt etwa 168 Rinder und Jungrinder im Stall.
Zudem erlitt ein Feuerwehrmann laut Polizei während des Einsatzes einen Kreislaufzusammenbruch und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Brandursache ist weiterhin unklar, auch zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es noch keine Angaben. Die Ermittlungen laufen.