In der Nacht auf Freitag kam es in Haag am Hausruck (Bez. Grieskirchen) zu einem dramatischen Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Stalltrakt bereits in Vollbrand.
Die Hausbesitzer reagierten geistesgegenwärtig: Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr begannen sie mit der Evakuierung der Tiere und brachten erste ins Freie. Die Feuerwehr leitete umgehend eine Lageerkundung ein, rettete weitere Tiere und startete die Brandbekämpfung.
Doch der Einsatz gestaltete sich schwierig. Wegen der exponierten Lage und der problematischen Löschwasserversorgung musste Alarmstufe 3 ausgelöst werden. Zwei Zubringleitungen mit jeweils rund zwei Kilometern Länge wurden verlegt, um ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Starker Wind und große Mengen trockenes Heu im Stall beschleunigten die Ausbreitung der Flammen zusätzlich.
Der Großteil der Tiere konnte durch das rasche Eingreifen der Besitzer und der Einsatzkräfte gerettet werden. Für etwa zehn Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät. Rund 15 Tiere galten im Umfeld des Hofes zudem als vermisst.
13 Feuerwehren standen insgesamt im Einsatz – einige sogar bis Freitagvormittag. Nach behördlicher Freigabe sind umfangreiche Abräum- und Nachlöscharbeiten geplant. Das im Gebäude gelagerte Heu soll mit einem Bagger ausgeräumt und am Boden gezielt abgelöscht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.