In der Nacht auf Samstag schlugen in Pürach (Bez. Perg) plötzlich Flammen hoch – ausgerechnet beim Feuerwehrhaus. Ein 40-Jähriger setzte kurz vor Mitternacht den Notruf ab, weil er den Brand wahrgenommen hatte. Kurz darauf lief ein Großeinsatz an: Insgesamt elf Feuerwehren mit rund 110 Kräften wurden alarmiert.
Die Einsatzkräfte brachten das Feuer unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Gegen 1.30 Uhr konnte der Einsatzleiter der FF Pürach dann "Brand aus" geben. Danach begann die Spurensuche – zunächst war offen, was das Feuer ausgelöst hatte und wie hoch der Schaden ist.
Schon am Sonntag gab es nach umfangreichen Ermittlungen dann das Update: Ein technischer Defekt konnte ausgeschlossen werden – die Exekutive ging deswegen von Brandstiftung aus. Nach Befragungen geriet ein 34-jähriger Feuerwehrmann aus dem Bezirk Perg in den Fokus der Ermittlungen.
Laut Polizei leugnete der Verdächtige anfangs – schließlich gestand er die Tat aber doch. Ein nachvollziehbares Motiv konnte der 34-Jährige nicht nennen.
Der Feuerwehrmann wurde angezeigt, gegen ihn wird weiter ermittelt – es gilt die Unschuldsvermutung. Die Schadenshöhe wird derzeit auf einen Betrag im fünfstelligen Bereich geschätzt.