Zivilcourage, die Leben rettet: Mittwochabend bemerkten mehrere Autofahrer Feuerschein und dichten Rauch aus einem Wohnhaus direkt an der Bundesstraße in Bad Goisern. Statt einfach weiterzufahren, reagierten sie sofort.
Einer beherzten Ersthelferin gelang es noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr, eine ältere Person aus dem bereits verrauchten Gebäude ins Freie zu bringen. Gemeinsam mit weiteren Passanten wurde zusätzlich brennendes Material aus dem betroffenen Raum nach draußen geschafft - ein entscheidender Schritt, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Kurz darauf traf die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern mit dem Einsatzstichwort "Brand unklare Lage" ein. Ein Atemschutztrupp drang umgehend in das stark verrauchte Haus vor. Das gesamte Gebäude wurde nach weiteren Personen durchsucht und mit einem Hochleistungslüfter vom Rauch befreit.
Vor dem Haus löschten die Einsatzkräfte das hinausgebrachte Brandgut ab. Im Inneren mussten sie mit einer Wärmebildkamera gezielt Nachlöscharbeiten durchführen. Sogar Teile des Holzbodens wurden geöffnet, um versteckte Glutnester auszuschließen. Der gerettete Mann wurde vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Einsatzleiter Claus Ebner findet klare Worte: "Das couragierte Einschreiten von Passanten hat nicht nur eine Brandausbreitung verhindert, vielmehr konnte ein Menschenleben vor Schlimmerem bewahrt werden."
Auch in den sozialen Netzwerken ist die Anerkennung groß. Unter dem Facebook-Beitrag zum Brand der FF Bad Goisern bedanken sich User bei den mutigen Helfern. Mehrfach ist von "Danke an alle Helfer" und einem ausdrücklichen Dank an die Ersthelferin die Rede - viele loben die Zivilcourage, die womöglich ein Menschenleben gerettet hat.