Ab 16. März kann der Heizkostenzuschuss in Oberösterreich beantragt werden – für viele kommt das viel zu spät. Während die Temperaturen langsam steigen, warten Betroffene noch immer auf Unterstützung. Eine von ihnen ist Studentin und stellvertretende ÖH-Vorsitzende Verena Ehrengruber (VSStÖ).
Die 24-Jährige lebt allein in einer Genossenschaftswohnung in Linz. Sie hatte schon zuvor versucht, den Zuschuss zu beantragen – ohne Erfolg. Heuer war das noch nicht möglich – dabei konnte die Unterstützung im vergangenen Jahr schon ab 1. Februar beantragt werden.
"Es ist schon sehr spät", sagt Ehrengruber im Gespräch mit "Heute" mit Blick auf den Starttermin. Vor allem für sie als Studentin sei der Heizkostenzuschuss ein spürbarer Betrag: "Ich habe es mir schon im Kalender eingetragen, es sind immerhin 200 Euro." Und deutlich ergänzt sie: "Die Leute brauchen das Geld."
Der Zuschuss für die Heizperiode 2025/2026 kann nun von 16. März bis 15. Mai online beantragt werden. 200 Euro gibt es pro Haushalt – sofern das Einkommen unter den festgelegten Grenzen liegt. Für Einpersonenhaushalte liegt die bei einem Jahresbrutto von maximal 21.883 Euro, für Mehrpersonenhaushalte bei 30.913 Euro. Der Zuschuss wird einmalig pro Haushalt ausbezahlt.
Schon vor dem Starttermin gab es auch politischen Gegenwind: Die SPÖ hält den Heizkostenzuschuss grundsätzlich für zu niedrig – und vor allem für viel zu spät. Er laufe dadurch "an der Lebensrealität vieler Haushalte vorbei", betonte Landesparteichef Martin Winkler. Während die Energiepreise weiter drücken, bleibe es trotzdem bei 200 Euro. Für Winkler der Knackpunkt: Beantragt werden kann die Hilfe erst, wenn die Heizsaison praktisch schon vorbei ist.
Auch die Arbeiterkammer OÖ kritisierte den späten Start zuletzt wieder. Präsident Andreas Stangl spricht von einem unnötigen Hinauszögern: "Es ist völlig unverständlich, warum man die Menschen so lange im Ungewissen gelassen hat." Gerade in Zeiten mit hohem Heizbedarf hätte es rasch Unterstützung gebraucht. Stattdessen, so Stangl, habe die Landesregierung "die notwendige Hilfe verzögert".