Seit Jahren unterstützt das Land Oberösterreich Personen mit niedrigem Einkommen mit dem Zuschuss, damit sie sich eine warme Wohnung leisten können. In der laufenden Saison wurden aber noch keine Details zur Förderung bekannt gegeben.
Auf der Website der Landesregierung heißt es lediglich: "Ein Oö. Heizkostenzuschuss für 2025/2026 ist vorgesehen. Die Beantragung wird im Jahr 2026 möglich sein. Nähere Informationen werden zeitgerecht veröffentlicht."
Dass nach wie vor keine Beantragung möglich ist, ruft jetzt die Arbeiterkammer auf den Plan. Betroffene hätten die Hilfe bereits nötig. Weiterer Kritikpunkt: Die Höhe sei ebenfalls nicht bekannt. Zuletzt hatte die Subvention 200 Euro ausgemacht.
"In einem reichen Land wie Österreich darf es keine kalten Wohnungen geben", betont AK-Präsident Andreas Stangl. Die Landesregierung verschärfe das Problem steigender Armut, weil sie viel zu wenig gegen die Teuerung und die noch immer viel zu hohen Preise unternehme. Soziallandesrat Christian Dörfel (ÖVP) lasse die Bevölkerung im Ungewissen.
Die finanzielle Lage der Österreicher ist jedenfalls weiter angespannt: Wie der KSV bekannt gegeben hat, stiegen die Schulden auch im vergangenen Jahr. Wien und Oberösterreich sind die negativen Spitzenreiter.
Die bittere Folge der Entwicklung: immer mehr Privatkonkurse. Alleine in Oberösterreich wurden 2025 an jedem Gerichtstag mehr als fünf Fälle eröffnet. Einer der Gründe für die Zunahme: Junge Menschen setzen vermehrt auf Ratenkäufe oder Kredite für Konsumgüter.