Am Ende wurde der Druck zu groß: Im Herbst stand fest, dass der Lebensmittelhändler mit der Zentrale in Traun (Bez. Linz-Land) nicht aus den roten Zahlen kommt. Die Misere traf 620 Mitarbeiter.
Mitte Dezember sperrten acht Unimärkte für immer zu. Vier davon befanden sich in Oberösterreich: in Altheim (Bez. Braunau), Peuerbach (Bez. Grieskirchen), Vöcklamarkt, (Bez. Vöcklabruck) und Linz. Außerdem auf der Schließungsliste: drei steirische Standorte und einer in Niederösterreich.
Nun warnt die Linzer ÖVP vor "einem empfindlichen Verlust an wohnortnaher Versorgung". Denn bereits im November machte eine langjährige Billa-Niederlassung in der Freistädter Straße dicht. Nicht weit entfernt, am Auberg, gibt es eine Unimarkt-Filiale.
Ein Verlust des Standortes würde den gesamten Stadtteil schwächen, so Parteichef Vizebürgermeister Martin Hajart. "Gerade ältere Bewohnerinnen und Bewohner sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind auf kurze, fußläufig erreichbare Einkaufswege angewiesen."
Im Kampf um den Fortbestand des Supermarktes haben Hajart und Elisabeth Manhal, VP-Ortsparteichefin Urfahr-West, einen offenen Brief an die Geschäftsführungen von Unimarkt, Spar und Billa-Betreiber Rewe geschickt. Darin pochen sie auf intensive Anstrengungen, um eine Übernahme und eine nachhaltige Sicherung der Filiale zu ermöglichen.