Seit Herbst ist die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/NÖ von einem ihrer Standorte in Krems nach St. Pölten ins ehemalige Alumnatsgebäude in der Wiener Straße 38 umgesiedelt.
Der Vater einer Studentin beschwert sich jetzt bezüglich der Zustände an der Pädagogischen Hochschule. Im Gebäude seien nämlich massive Mängel aufzuweisen, so seine Kritik.
So gebe es offenbar keine richtig funktionierende Heizung: "Die Mädchen sitzen dort mit dicken Winterjacken, zwei Paar Socken, Schal, Mütze und teilweise sogar Handschuhen in den Lehrsälen. Aufgrund dessen sind viele ständig verschnupft und erkältet."
Zweiter Kritikpunkt: "Laut Erzählung meiner Tochter gibt es pro Etage nur zwei Toiletten für ca. 70 bis 80 Studierende. Auch die Fenster sind schon sehr in die Jahre gekommen und demnach undicht, ich will hier nicht lästig sein, doch diese Tatsachen im Jahre 2026 sind nicht erträglich." Er erhoffe sich, dass zumindest die Heizungsthematik als erste Sofortmaßnahme in Angriff genommen wird.
FPÖ Niederösterreich-Bildungssprecher und Landtagsabgeordneter Helmut Fiedler übt Kritik: "Keine Heizung, zwei WCs für 80 Studierende, das ist der aktuelle Zustand an Pädagogischen Hochschule in St. Pölten. So sieht Bildungsvernachlässigung in der Praxis aus."
"Heute" fragte bei der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/NÖ nach. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es: "Die Beschwerde ist weder der Hausleitung noch bei mehreren nachgefragten Institutsleitungen bekannt. Generell bitten wir, Beschwerden direkt an uns zu richten. Auf anonyme Beschwerden ohne nähere Angaben zu Zeit, Raum etc. ist es schwierig, problemlösend zu reagieren."
Dass es ein Heizungsproblem gegeben hat, wird gegenüber "Heute" bestätigt: "Ja, es ist richtig, dass es kurze Heizungsprobleme Anfang der Heizperiode (d.h. Ende 2025) und einmal kurz nach den Weihnachtsferien gab. Diese wurden jedoch behoben. Zurzeit ist es überall, in allen Räumen warm. Die Temperatur wird in allen Stockwerken und Räumen täglich kontrolliert."
Ein Problem seien – vor allem von Studierenden – immer wieder offen gelassene Fenster: "Bei Temperaturen wir in diesen Tagen kühlt der Raum dann schnell und empfindlich ab. Es gab dazu bereits Rundschreiben im Haus. Die Professoren und Lehrenden sind dazu angehalten, alles zu kontrollieren und offene Fenster zu schließen, doch bedarf das auch der Mitwirkung der Studierenden, die scheinbar nicht immer gegeben ist."
Zur Fensterproblematik heißt es: "Es ist ein historisches, unter Denkmalschutz stehendes Gebäude, das soeben neu renoviert wurde. Die bestehenden Kastenfenster haben sicherlich nicht die gleichen thermischen Eigenschaften wie moderne mehrfach verglaste Fenster. Diesbezügliche Mängel sind uns jedoch nicht bekannt - wie gesagt, wurde das gesamte Gebäude rundum neu renoviert und vor wenigen Monaten baubehördlich abgenommen. Die Renovierung wurde im Herbst 2025 abgeschlossen."
Beim Thema Toilettenanlagen wird betont: "Es gibt pro Etage zwei Toilettenanlagen mit je zwei Toiletten plus einer Behinderten-Toilette. Auch zu diesen hat uns bis jetzt noch keine Beschwerde erreicht, dass dies zu wenig wäre. Die Toilettenkapazität entspricht auch selbstverständlich den gesetzlichen Vorschriften. Der Beschwerdeführer möge sich bitte direkt an uns wenden."