Ein besonders kurioser Einsatz beschäftigte zuletzt die Polizei in Texing (Bezirk Melk, NÖ): Ein Mann soll in seiner Wohnung Cannabispflanzen angebaut haben. Als klar war, dass er aufgeflogen war, versuchte er, vor den Beamten zu fliehen.
Der Einsatz begann mit einem Hinweis aus der Bevölkerung, wie die "Niederösterreichischen Nachrichten" berichten. Bei der Polizeiinspektion Mank war eine anonyme Anzeige eingegangen, wonach aus einer Wohnung intensiver Cannabisgeruch wahrgenommen worden sei. Als Polizisten an der Tür klingelten, öffnete der Verdächtige zunächst die Wohnungstür und erklärte, im Kellerabteil befinde sich eine Cannabispflanze. Kurz darauf schloss er die Tür wieder und versperrte sie.
Trotz mehrfacher, lautstarker Aufforderungen öffnete der Verdächtige die Wohnung nicht, berichtet die Wochenzeitung. Da der Mann nicht kooperierte, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft St. Pölten eine Hausdurchsuchung angeordnet. Aufgrund der suspekten Situation und des starken Geruchs öffneten die Beamten schließlich die Wohnungstür.
Doch als die Polizei die Wohnung betrat, war der Mann verschwunden! Während die Beamten seine Wohnungstür bearbeitet hatten, hatte er über die Terrassentür Reißaus genommen. Doch die Flucht währte nur kurz: Wegen der niedrigen Temperaturen und seiner leichten Bekleidung kehrte der verdächtige Mann wenig später zurück und konnte befragt werden.
Bei der Hausdurchsuchung stellten die Beamten zwei Anzuchtkisten mit insgesamt fünf Cannabispflanzen sicher. Zudem wurden mehrere Eimer mit Cannabiskraut, kleinere Behältnisse mit Cannabiskraut sowie Pilze und weißes Pulver gefunden. Aufgrund der Menge und des Verdachts auf Suchtgifthandel wurden auch elektronische Geräte beschlagnahmt, heißt es. Der Mann zeigte sich bei der Befragung geständig. Er wurde angezeigt, blieb jedoch auf freiem Fuß.