Dieser Fall erschüttert ganz Niederösterreich: In einem Einfamilienhaus in Wilfersdorf (Bezirk Mistelbach) wurde eine 36-jährige Deutsche tot aufgefunden – ihr eigener Freund (47) soll sie erdrosselt und tagelang neben der Leiche gelebt haben – jetzt packt er über Drogenexzesse und Gewalt aus.
In seiner umfassenden Aussage gab der Mandant von Anwalt Sascha Flatz nun Einblicke in seine toxische Beziehung – und legt seinen erschreckenden Konsum schonungslos offen. Brisant: Neben Substitol, Alkohol und weiteren Substanzen konsumierte er auch Fentanyl – jenes synthetische Opioid, das in den USA für zehntausende Tote sorgt und nun auch in Österreich auf dem Vormarsch ist.
Am Tattag soll der Mann laut eigenen Angaben 50 Milligramm Fentanyl geraucht haben. Danach sei es zum Streit gekommen: Die Freundin habe ihn mit einem Messer bedroht. "Ich habe sie zu Boden gebracht, fixiert – und dann habe ich rot gesehen, nach dem Seil gegriffen und fest zugezogen", so seine Aussage. Eine Enthemmung durch Alkohol und Medikamente bestritt er: "Das war einfach mein normaler Tagesspiegel."
Nach der Tat zog er der Freundin, die ihn mit Fentanyl versorgt haben soll, wie in Trance die Jacke aus, verschränkte ihre Arme und schleppte sie in den Weinkeller. Oben setzte er seinen Alltag fort – bis ihn das schlechte Gewissen einholte.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
"Mit einer Leiche im Keller leben ist nicht leiwand", gestand er schließlich einem Bekannten und sitzt seither in der Justizanstalt Korneuburg ein. Die Unschuldsvermutung gilt.