Polizeiautos, alles abgesperrt

Nachbarin zu Mord-Fall: "Ich sah alles vom Fenster aus"

Gespenstisch zeigte sich beim "Heute"-Lokalaugenschein die Siedlung in Wilfersdorf. Eine junge Nachbarin verrät, was letzte Nacht passiert ist.
14.01.2026, 20:11
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Der Schock in der Helenenthal-Siedlung und den Einwohnern in der 2.000-Einwohner-Gemeinde Wilfersdorf im tiefsten Weinviertel sitzt immer noch tief.

"Gestern um 22.10 wollten mein kleiner Bruder und ich die Bohrmaschine aus der Garage holen und auf einmal kommen viele Polizeiautos, es war alles abgesperrt, sie sind von allen Richtungen gekommen. Ich hab’ mich nur gefragt: Was ist da jetzt los?", schildert Nachbarin Jennifer (20) im "Heute"-Gespräch die Szenerie, die sich am späten Dienstagabend abspielte.

Von ihrem Zimmerfenster aus "habe ich alles beobachtet, wie die Spurensicherung da war (…) Ich habe das noch nie in Wilfersdorf erlebt. Ich habe gesehen, dass der Leichenwagen gekommen ist. Ich habe aus dem Fenster geschaut und auf einmal lag da die Leiche im Sarg, ich war wirklich geschockt!" Gänsehaut verspürte sie am ganzen Körper, "mir war schlecht".

VIDEO: Mord-Fall in Wilfersdorf, Nachbarin im Interview

Welchen Eindruck sie von dem Pärchen hatte? "Ich hatte mit der Frau, dem Opfer, eine Auseinandersetzung vor Silvester. Sie hat mich mit einer dicken Vorhangstange geschlagen, dass ich ins Spital gekommen bin. Seitdem habe ich mit ihr kein gutes Verhältnis gehabt. Ihn hätte ich nie so eingeschätzt, er hat eigentlich nett gewirkt."

Auch Hund von Polizei mitgenommen

Jennifer erzählt auch von einem Hund, den das Pärchen hatte – auch dieser wurde in der Nacht von der Polizei aus dem Haus geholt und mitgenommen.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

Frau von Mann nach Streit erwürgt

Wie berichtet, soll der 47-jährige Stefan S. seine 36-jährige Lebensgefährtin nach einem Streit erwürgt haben. Ein Bekannter alarmierte am Dienstagabend (13. Jänner) die Polizei, nachdem ihm der Verdächtige am Telefon von der Tat berichtet hatte.

Die Beamten rückten sofort zur Wohnadresse des Verdächtigen aus. Dort zeigte sich der Mann kooperativ und führte die Polizisten zu einem Erdkeller auf seinem Grundstück – dort lag der Leichnam der Frau.

Der Fall wurde vom Landeskriminalamt Niederösterreich (Bereich Leib/Leben) übernommen. Bei der Einvernahme zeigte sich der 47-Jährige voll geständig: Er soll seine Partnerin bereits am 5. Jänner 2026 nach einem Streit erdrosselt haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wird der Leichnam obduziert. Der Tatverdächtige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Pärchen zog vor einem halben Jahr in Haus

Das Paar hatte erst seit Kurzem in Wilfersdorf gelebt, zog vor einem halben Jahr in die Gemeinde im Bezirk Mistelbach.

"Es ist schwer, nach so einer Tat beruhigende Worte zu finden. Man muss jetzt aber alles aufarbeiten, was sind die Hintergründe usw.", erklärt Bürgermeister Josef Tatzber im "Heute"-Gespräch. Für viele ist es unbegreiflich, was in ihrer Heimatgemeinde vorgefallen ist.

{title && {title} } AF,wes, {title && {title} } Akt. 15.01.2026, 10:18, 14.01.2026, 20:11
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