Die ÖVP klopfte sich zuletzt selbst auf die Schulter: Die Unterstützung komme rasch und unkompliziert an, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zum OÖ-Heizkostenzuschuss. Es handle sich um eine treffsichere Hilfe, Sozialmissbrauch werde verhindert, ergänzte Parteikollege Soziallandesrat Christian Dörfel.
Die SPÖ sieht das freilich anders: Sie stört sowohl das Ausmaß der Leistung als auch "die zu späte Hilfe". "Ein Zuschuss, der weder an die aktuellen Preisentwicklungen angepasst ist noch rechtzeitig greift, läuft an der Lebensrealität vieler Haushalte vorbei", betont Landesparteichef Landesrat Martin Winkler. Soziale Entlastung sehe anders aus.
Trotz weiter hoher Energiepreise gebe es wie in der vergangenen Saison 200 Euro und keine Erhöhung. Für Winkler "besonders problematisch": Die Unterstützung kann erst am Ende der Heizsaison beantragt werden.
Auch für die Arbeiterkammer ist das Prozedere nicht nachvollziehbar: "Statt Verantwortung zu übernehmen und frühzeitig zu unterstützen, haben die Verantwortlichen in der Landesregierung die notwendige Hilfe verzögert."
Ein-Personen-Haushalte mit einem Jahresbruttoeinkommen von höchstens 21.883 Euro und Mehr-Personen-Haushalte mit maximal 30.913 Euro können ab 16. März ansuchen. Die Beantragung ist dann entweder auf ooe.gv.at oder beim jeweiligen Gemeindeamt möglich. Die Auszahlung erfolgt ab Anfang April.