Dem Landeskriminalamt OÖ gelang einer der größten Schläge der vergangenen Jahre: Die Exekutive spricht vom "umfangreichsten Ermittlungsfall der letzten Jahre im Suchtgiftmilieu im Bezirk Wels-Land" und einem "massiven Schlag gegen die organisierte Suchtmittelkriminalität im österreichischen Zentralraum".
Den drei Beschuldigten – zum Tatzeitpunkt waren sie 21 und 22 Jahre – wird der Verkauf von rund 150 Kilo Cannabiskraut und Haschisch, etwa 14 Kilo Kokain, zirka 16 Kilo Methamphetamin sowie MDMA und Amphetamin zur Last gelegt. Das Trio brachte im OÖ-Zentralraum Drogen im geschätzten Straßenverkaufswert von etwa sechs Millionen Euro in Umlauf.
Zwei der Beschuldigten wurden bereits früh ausgeforscht – einer wurde im Frühjahr 2025 in Österreich festgenommen, der Zweite nach Flucht über die Schweiz im Sommer 2025 aus dem Kosovo ausgeliefert. Beide fassten am Landesgericht Wels nicht rechtskräftig fünf Jahre Haft.
Anfang Juli klickten dann auch für den dritten Haupttäter (21) aus dem Raum Lambach (Bez. Wels-Land) die Handschellen. Bei der Hausdurchsuchung stellten Ermittler große Mengen Drogen sicher. Außerdem wurden rund 70.000 Euro Bargeld und ein Pkw im Wert von etwa 50.000 Euro sichergestellt und beschlagnahmt.
Die besondere Professionalität und Organisationsstruktur der Täter zeigte sich laut LKA unter anderem in "sichergestellten Organigrammen, detaillierten Handlungsanleitungen für Kuriere, Bunkerhalter und Subverteiler sowie klar definierten Zuständigkeiten innerhalb des kriminellen Netzwerks".
Zwölf weitere Beitragstäter wurden festgenommen, internationale Ermittlungen führen bis nach Serbien, Tschechien, Deutschland und in die Niederlande. "Die Verfahren gegen diese internationalen Tätergruppierungen werden derzeit in enger Kooperation mit den jeweiligen ausländischen Polizeibehörden fortgeführt", so die Polizei.