"Umfassendes Schutzkonzept"

Riesenprotest, 240 Bäume weg – Politik will beruhigen

Die Linzer Westring-Umfahrung sorgt für gewaltigen Protest: Umweltschützer fürchten u.a. um Dutzende Bäume. Die Stadt ist jetzt um Beruhigung bemüht.
Oberösterreich Heute
12.02.2026, 05:00
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Vergangenen Donnerstag war vorerst Schluss: Die Polizei räumte das Protestcamp, das im Bergschlößlpark wegen der Baustelle entstanden war. Die Aktivisten, die dort seit Mitte November gegen die Rodungen und die Errichtung der A26 demonstrierten, gingen – friedlich, aber aufgebracht.

Man habe in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, hieß es unterdessen von der Stadt. Sie wies auf ein Gutachten zum Schutz des Baumbestandes und eine Begleitung durch einen externen Sachverständigen hin.

Jetzt geht die Politik in die Offensive: Sowohl für das Stadtgrün-Ressort als auch für die an den Bauarbeiten beteiligte Linz AG habe der Schutz der Bäume "oberste Priorität", heißt es. Ein "umfassendes Schutzkonzept" sei Grundvoraussetzung gewesen.

Noch neun Jahre Bauarbeiten

Politik sowohl von Stadt, Land und Bund sowie die Asfinag werden nicht müde, das gewaltige Bauvorhaben der Autobahn A26 zu preisen: Weniger Verkehr in der City und eine geringere Lärm- und Umweltbelastung werden versprochen.

Bereits 2015 gestartet, sollen die Arbeiten für den Westring noch weitere neun Jahre in Anspruch nehmen.

Was Umweltschützern besonders aufstößt: Alleine in der Umgebung rund um Bergschlößl- und Ziegeleipark sollen rund 240 Bäume geopfert werden.

"Es wird immer deutlicher, welche massiven Eingriffe und Konsequenzen die Errichtung einer Autobahn mitten durch unsere Stadt nach sich ziehen wird", erklärt Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Für sie sei der Schutz der alten, wertvollen Bäume "absolut vorrangig".

„Es wird immer deutlicher, welche massiven Eingriffe die Errichtung einer Autobahn nach sich ziehen wird.“
Eva SchobesbergerUmweltstadträtin (Grüne)

Bäume fürs Stadtklima

Die Politikerin verweist darauf, dass im Zuge des Fernkälteausbaus zehn Schwammstadtbäume gesetzt würden. Sie sollen im ebenfalls stadtklimatisch von der Baustelle betroffenen Volksgartenviertel entstehen.

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