Den herzzerreißenden Fund machten Polizisten bei einer Verkehrskontrolle auf der Kremser Schnellstraße im Gemeindegebiet von Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) am Dienstag, dem 10. Februar 2026.
Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Krems an der Donau kontrollierten gegen 10.25 Uhr einen bulgarischen Kleintransporter, gelenkt von einem 52-jährigen Mann aus Bulgarien. Im Laderaum fanden sie einen zwölf Wochen alten, verängstigten Hundewelpen – eingeklemmt unter einem Kühlschrank, Koffern und weiteren Gegenständen.
Die Ladung war im Transporter nicht gesichert worden. Bei einer Vollbremsung hätte sie jederzeit verrutschen und das Tier schwer verletzen können! Während der stundenlangen Fahrt saß der Welpe in einem dunklen Loch mit einem Bewegungsraum von nur etwa 30 × 30 Zentimetern. Laut Polizei zeigte sich das Tier stark verängstigt, verwirrt und verstört. Während der gesamten Fahrt, die in Stuttgart in Deutschland gestartet habe, soll der Welpe nur mit Essensresten wie Salami, Weißbrot und Hamburger versorgt worden sein.
Nach der Befreiung wurde die zuständige Amtstierärztin verständigt. Bei der Kontrolle stellte sie mehrere Verstöße fest: Es fehlte eine gültige Tollwutimpfung, zudem hatte der Hundewelpe kaum Platz und konnte nicht stehen. Eine geeignete Transportvorrichtung gab es ebenso wenig wie Licht oder eine tiergerechte Unterbringung.
Außerdem: Ein Transport von Hundewelpen ist erst ab einem Alter von 16 Wochen zulässig. Geeignetes Futter und Wasser waren nicht vorhanden. Wegen dieser Mängel ordnete die Amtstierärztin die Abnahme des Tieres an. Der Hund wurde aus dem Transporter befreit und ins Tierheim St. Pölten gebracht.
Auch am Fahrzeug selbst stellten die Beamten schwere technische Mängel fest. Ladungssicherung und höchstzulässiges Gesamtgewicht entsprachen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Vom 52-jährigen Lenker wurde eine vorläufige Sicherheitsleistung eingehoben. Er wird angezeigt.