"Heute ist der Startschuss einer landesweiten Offensive – eine Offensive, die schonungslos offenlegt, was die Politik in den letzten Jahren und Jahrzehnten verschlafen hat. Der Vormarsch des politischen Islam ist keine theoretische Debatte, keine Übertreibung, kein Randthema, er ist eine brandgefährliche Entwicklung", so FPÖ Niederösterreich-Landesparteiobmann und LH-Stellvertreter Udo Landbauer beim Experten-Vortrag "Schule unter Druck – Herausforderungen durch den politischen Islam" am Dienstagabend im "Forum Landtag" in St. Pölten.
Wer erst dann betroffen reagiere, "wenn unschuldige Opfer durch Terror oder Messerattentate ihr Leben verlieren, hat seine Verantwortung verfehlt. Und mit der Rechtsextremismuskeule wird der Innenminister die nächste Messerattacke oder Vergewaltigung auch nicht aufhalten können". Der politische Islam trete nicht nur mit Bomben, Sprengstoffgürteln oder Waffen auf – das sei seine brutalste Form. "Er tritt viel früher, leise und schleichend auf – im Alltag, in Vereinen, in Bildungseinrichtungen", sagte Udo Landbauer. Und genau dort entfalte der politische Islam seine Wirkung: "Mädchen dürfen nicht mehr am Schwimmunterricht teilnehmen, Lehrerinnen wird der Handschlag oder gar das Gespräch verweigert, Kinder werden in der Schule gemobbt, weil sie im Ramadan eine Wurstsemmel essen, junge Mädchen werden mit einem Kopftuch zwangsbeglückt. Und dann wird uns erklärt, das sei kulturelle Vielfalt."
Nur sei das vielmehr eine gezielte Unterwanderung, das Entstehen von Parallelgesellschaften und diese Parallelgesellschaften sind der Nährboden für Radikalisierung und schlussendlich Gewalt. "In vielen Wiener Pflichtschulen stellen Kinder mit muslimischem Hintergrund heute bereits die Mehrheit. Es darf nicht sein, dass Österreicher im Klassenzimmer zu Exoten werden. Wer hier wegschaut, der verspielt die Zukunft unserer Kinder. Unsere Schulen wurden in den letzten Jahren zum Reparaturbetrieb einer gescheiterten Migrations- und Bildungspolitik degradiert, auf dem Rücken der Kinder und Lehrer", sagte Landbauer.
Und weiter: "Wenn Deutsch im Klassenzimmer nicht mehr selbstverständlich ist und Ordnung als diskriminierend diffamiert wird, ist das Bildungsabbau. Die Bevölkerung hat das längst durchschaut: 75 % der Österreicher sagen, der politische Islam ist ein großes oder sehr großes Problem, über 70 % sagen, Integration funktioniert schlecht. Diese alarmierenden Zahlen sind ein klarer Auftrag an die Politik."
"Wir in NÖ ziehen eine klare Linie – Toleranz heißt nicht, dass wir unsere Gesetze relativeren oder Parallelgesellschaften akzeptieren. Wir in NÖ setzen als einziges Bundesland den Aktionsplan gegen den politischen Islam um." Der zentrale Punkt sei dabei der Schutz der Kinder. "Unsere Kinder dürfen nicht die Leittragenden einer gescheiterten Integrationspolitik sein. Pädagogen brauchen Rückhalt, keine ideologischen Debatten. Lehrer oder Pädagogen dürfen nicht von radikalen Ideologien eingeschüchtert werden."