"Die Stromversorgung ist insgesamt unsicherer geworden", sagt Badens FP-Stadtrat Gottfried Forsthuber und warnt: "Auch durch verfehlte und ideologisch geprägte Energiepolitik ist das Risiko größer geworden für Stromstörungen bis hin zu einem Blackout."
In der Kurstadt war es am Sonntagnachmittag zu einem größeren Stromausfall gekommen, der laut Störungskarte der Wiener Netze halb Baden betraf.
"Darauf muss man sich vorbereiten", fordert Forsthuber, der als "Strom-Anwalt" immer wieder Smart-Meter-Verweigerer vertrat. Gegenüber "Heute" formulierte der streitbare Jurist, dass es ihm um den Datenschutz seiner Klienten ginge: "Ein hohes Gut", wie Forsthuber stets zu sagen pflegt. Seitens der EVN entgegnete man immer, dass Smart-Meter die Netzstabilität erhöhen würden.
Der aktuelle Vorfall sorgt jetzt für Diskussionen, während die Ursache zunächst nicht bekannt war – schließlich stellte sich heraus, dass ein Erdschluss der Grund war. Vergleichbar ist diese Situation mit einem gewöhnlichen Kurzschluss, der aber in diesem Fall von einem Lasttrennschalter in einem Umschaltwerk ausgegangen sein dürfte.
Forsthuber kündigt nun an, dass man den Ausfall im Gemeinderat behandeln und in den zuständigen Ausschüssen prüfen werde. Dabei gehe es darum, "wie Baden im Zivilschutz aufgestellt" sei und ob kritische Bereiche abgesichert sind. Für die Freiheitlichen ist der Vorfall ein "Warnsignal".
Zivilschutzsprecher Thomas Frühbeck kündigt für März eine Info-Veranstaltung unter dem Titel "Krisenvorsorge" an. Experten sollen der Bevölkerung praktische Tipps geben – "von Licht und Wärme bis Kommunikation und Nachbarschaftshilfe".
Forsthuber ergänzt augenzwinkernd: "Ein Sonntagabend bei Kerzenschein kann romantisch sein. Er lässt einen aber auch innehalten: Was, wenn der Strom nicht nach Stunden zurückkommt, sondern erst nach Tagen?"