"Fest davon überzeugt"

Rückendeckung statt Rücktritt: Infantino bleibt im Amt

Gianni Infantino versuchte, seine Position als FIFA-Boss bei einem Krisentreffen zu retten. Wohl mit Erfolg, wie der Verband jetzt mitteilte.
Sport Heute
06.08.2026, 09:33
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Gianni Infantino setzte sein breitestes Grinsen auf, präsentierte sich in Rabat bester Laune. Das Afrika-Cup-Spiel der Frauen zwischen Malawi und Sambia nutzte der FIFA-Präsident als Bühne, versuchte in den schwersten Tagen seiner Regentschaft demonstrativ Stärke und Gelassenheit auszustrahlen.

Schließlich hatte er zuvor in einer Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt intern Rückendeckung erfahren. Der angeschlagene Alleinherrscher bleibt weiter im Amt - daran ließ er keinen Zweifel.

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In der öffentlichen Erklärung verschwendete Infantino keinerlei Gedanken an einen Rücktritt, stattdessen holte er nach einem angedeuteten Fehlereingeständnis schnell zum Gegenangriff auf seine Kritiker aus.

FIFA geht zum Gegenangriff über

"Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen", drohte der Weltverband in seinem Schreiben. In die Öffentlichkeit wurde nach der Notfallsitzung das Bild eines internen Schulterschlusses transportiert.

Generalsekretär Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder der Geschäftsführung bekräftigten in der fast 500 Wörter langen Stellungnahme "ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino – den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde". Gleichzeitig betonte Infantino selbst "seine volle Unterstützung für den FIFA-Generalsekretär und die FIFA-Administration".

Beim Gruppenspiel des Afrika Cups präsentierte sich der Schweizer lächelnd und winkend auf der Tribüne. Er zeigte sich gemeinsam mit den Council-Mitgliedern Fleetwood Fouzi Lekjaa und Hany Abo Rida, posierte mit den Verbandspräsidenten aus Malawi und Sambia für Fotos. Die Partie verfolgte er im Stade El Barid Seite an Seite mit Generalsekretär Grafström, der sich zuvor in einem internen Schreiben von ihm distanziert haben soll.

Nun zeigten beide gemeinsam demonstrativ den erhobenen Daumen in die Kameras. "Wir sind fest davon überzeugt, dass die Ergebnisse der heutigen Sitzung die Governance der FIFA stärken und dazu beitragen werden, das Vertrauen in die Organisation wiederherzustellen", schrieb Infantino unter das entsprechende Foto bei Instagram. Es sei nun wieder möglich, "uns auf einheitliche und transparente Weise auf die bevorstehenden Großveranstaltungen und Herausforderungen vorzubereiten".

Dabei waren wenige Stunden zuvor noch Gerüchte aufgekommen, wonach Infantino Marokko das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen habe. Im Gegenzug verlange er Unterstützung durch das Land, um das Blatt im Machtkampf an der Spitze des Weltverbandes noch einmal zu wenden und international wieder Rückhalt zu gewinnen. Dies berichtete die Times unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Der Weltverband dementierte dies wenige Stunden später.

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