Rufe nach Rücktritt von SPÖ-Dornauer

Der Tiroler SPÖ-Chef Dornauer sorgt des Öfteren landesweit für Schlagzeilen.
Der Tiroler SPÖ-Chef Dornauer sorgt des Öfteren landesweit für Schlagzeilen.Bild: picturedesk.com
Es brodelt in der Tiroler SPÖ. Grund dafür ist Georg Dornauers skandalträchtiges Verhalten. Er selbst sieht sich "fester im Sattel denn je."
Sein Interview mit dem rechten Magazin "Info Direkt" hat in der Tiroler SPÖ heftige Diskussionen ausgelöst. Seitens der Jugendorganisationen sieht sich Dornauer mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert. Er selbst bleibt jedoch gelassen.

Jugendorganisation will Misstrauensantrag stellen



Die SPÖ-Jugendorganisationen, die mit zwei Sitzen im 21-köpfigen Landesparteivorstand vertreten sind, wollen nach den Negativ-Schlagzeilen rund um den Tiroler Parteichef am Montag einen Misstrauensantrag gegen Dornauer stellen.

CommentCreated with Sketch.12 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Es reicht, wenn es fast jede Woche einen Skandal gibt", erklärt Christina Kaiser von der Sozialistischen Jugend Tirol im "Kurier". Das umstrittene Interview mit dem rechten Magazin "Info Direkt" habe das Fass zum Überlaufen gebracht.

Doch nicht nur die Jugendorganisationen rebellieren gegen Dornauer. Auch die Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl stellt sich offensiv gegen Dornauer, in der Gewerkschaft wächst der Unmut ebenfalls.

Der Tiroler SPÖ-Chef bleibt dennoch gelassen. "Ich sitze fester im Sattel denn je und bekomme so viel Zuspruch aus den Bezirken und der gesamten Partei wie noch nie", sagte er in einem Gespräch der APA. Bei der Parteivorstandssitzung am Montag werde es laut seinen Aussagen aber "nicht eine Minute" um Personalia gehen.

Mit den Jugendorganisationen möchte er das Gespräch suchen, kündigte der Landesparteichef an. Er könne deren Sorgen verstehen und werde sich mit ihnen austauschen. "Kritik ist immer gut und ich nehme sie auch ernst. Ich freue mich, dass wir so rührige Jugendorganisationen in der SPÖ Tirol haben", meinte Dornauer.

Blauer Rückenwind



Schützenhilfe bekam der Tiroler indes von blauer Seite. "Lieber Georg Dornauer! Sollte es Dir bei deinen Genossen einmal reichen. Solltest Du einmal den Wunsch hegen, in einer Partei daheim zu sein, bei der Freundschaft auch tatsächlich gelebt wird, dann melde Dich", schrieb Tirols FPÖ-Obmann Markus Abwerzger auf Facebook.



Der Landtagsabgeordnete Philip Wohlgemuth meinte, dass es durchaus "Diskussionsbedarf über diverse Geschehnisse" gebe. Die sozialdemokratischen Gewerkschafter würden sich aber "nicht an Personaldebatten in der Öffentlichkeit beteiligen".

Der Tiroler SP-Chef fiel bereits wiederholt mit negativen Schlagzeilen auf. So war für ihn lange eine Koalition mit der FPÖ nicht vom Tisch. Zudem sorgte Dornauer mit seinem "Horizontalen"-Sager für viel Kritik.

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