Die Silberpfeile George Russell und Kimi Antonelli lieferten sich beim Grand Prix in Montreal über rund 20 Runden einen erbarmungslosen Kampf um die Führung. Beide Fahrer gingen volles Risiko, berührten sich phasenweise und verließen die Strecke. Bitter: Das Auto von Russell machte das nicht mit – der Brite schied ohne Fremdeinwirkung mit technischen Problemen aus.
In Runde 30 von 68 war für den Mercedes-Star schließlich Schluss. Der Brite rollte in Sektor zwei aus und musste seinen Boliden sichtlich frustriert abstellen. Aus dem Fahrzeug stieg Rauch auf (wohl von den Bremsen) – Russell montierte sein Lenkrad ab, warf es auf die Strecke, stieg aus und marschierte gestikulierend davon.
In der Box der Silberpfeile herrschte derweil Rätselraten, weshalb der Bolide ihres Stars den Dienst aufgab. "Das Auto hat sich ausgeschaltet. Wir wissen aber die Ursache nicht. Das ist natürlich eine bittere Nummer", offenbarte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord und versuchte, eine vage Begründung abzugeben: "Das sind sehr frische Technologien, und das kann leider am Anfang einer Rennphase passieren."
Für Russell ist der Ausfall im Kampf um die WM-Krone jedenfalls ein bitterer. Nach dem Sprint-Sieg am Vortag hatte er eigentlich Boden auf seinen bis dahin überragenden Teamkollegen Kimi Antonelli gut gemacht, jetzt droht der Rückstand wieder zu wachsen.