Bluttat in Polen

Putin-Kritiker Skrepezki auf offener Straße erschossen

Der russische Künstler und Putin-Kritiker Semjon Skrepezki wurde in Polen erschossen. Zwei Verdächtige aus Belarus wurden festgenommen.
Newsdesk Heute
16.06.2026, 14:16
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Ein russischer Künstler und Kritiker vom russischen Präsidenten Wladimir Putin ist im Osten von Polen erschossen worden. Die Behörden ermitteln jetzt wegen Mordes an dem als Semjon Skrepezki bekannten russischen Staatsbürger, wie ein Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Lublin am Dienstag zu Journalisten gesagt hat. Im Zusammenhang mit dem Mord sind zwei belarussische Staatsbürger festgenommen worden.

Die beiden Belarussen wurden laut Behörden in der Nähe vom belarussischen Konsulat in Biala Podlaska im Osten von Polen festgenommen. Dort ist der russische Künstler laut Staatsanwaltschaft am Vortag von einem Unbekannten auf offener Straße erschossen worden. Bis jetzt gibt es noch keine Anklage gegen die beiden Festgenommenen, so der Justizsprecher. Sie stehen aber weiterhin der Staatsanwaltschaft und der Polizei zur Verfügung.

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Nach Angaben der polnischen Behörden hat am Montag in der Früh ein bewaffneter Angreifer dreimal mit einer Pistole auf Skrepezki geschossen. Als der Künstler zu Boden gefallen ist, hat der Täter aus nächster Nähe noch zwei weitere Schüsse auf den Russen abgegeben.

Skrepezki hat mit bürgerlichem Namen Robert Kusowkow geheißen. Der 44-Jährige war bekannt für seine oft provokativen Karikaturen, mit denen er bekannte russische Politiker aufs Korn genommen hat – darunter Präsident Wladimir Putin und der frühere sowjetische Diktator Josef Stalin. Auch der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, sowie bekannte russische Oppositionelle wie der in einem russischen Gefängnis gestorbene Alexej Nawalny waren in Skrepezkis satirischen Porträts zu sehen.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt eine Neuinterpretation einer russisch-orthodoxen Ikone: Darauf hält Stalin Putin im Arm – und nicht die Jungfrau Maria das Jesuskind.

Aus Angst vor Verfolgung in seiner Heimat ist Skrepezki 2021 nach Polen gezogen. Dort hat er an Veranstaltungen der russischen Exil-Oppositionellen teilgenommen – und sie gleichzeitig immer wieder kritisiert.

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