Russland droht mit "Gegenmaßnahmen", falls westliche Staaten ihre militärische Präsenz in Grönland ausbauen. "Natürlich werden wir uns im Falle einer Militarisierung Grönlands und der Schaffung militärischer Kapazitäten, die sich gegen Russland richten, angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen, einschließlich militärtechnischer Natur", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Rede im Parlament in Moskau.
US-Präsident Donald Trump hatte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Vorjahr immer wieder Ansprüche auf Grönland gestellt. Er begründete das mit den Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis. Die zuvor ausgesprochene Drohung mit militärischer Gewalt nahm er im vergangenen Monat zurück. Davor hatte er mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine Rahmenvereinbarung zu Grönland getroffen, deren Inhalt aber weiterhin unklar ist.
Anfang Februar startete die Nato mit der Planung für eine gemeinsame Arktis-Mission. Damit will das Bündnis die Sicherheit in der Arktis stärken.