Russland und Belarus üben wieder gemeinsam mit dem Militär. "Während der Übung ist geplant, Fragen im Zusammenhang mit der Lieferung nuklearer Munition und der Vorbereitung ihres Einsatzes in Zusammenarbeit mit der russischen Seite zu üben", teilte das Verteidigungsministerium in Belarus mit.
Laut den Behörden ist das Training schon länger geplant, "richtet sich nicht gegen Drittländer und stellt keine Bedrohung für die Sicherheit in der Region dar". Mit dabei sind Luftstreitkräfte und Raketenverbände.
Im Vorjahr hat Russland seine neueste atomwaffenfähige Hyperschallrakete, Oreschnik, in Belarus stationiert. Das Land wird seit mehr als 30 Jahren von Präsident Alexander Lukaschenko autoritär regiert und ist ein enger Partner von Moskau. Belarus ist wirtschaftlich und militärisch stark von Russland abhängig.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vorige Woche angeordnet, die Truppen an der Grenze zu Belarus im Norden zu verstärken. Er begründete das mit russischen Vorbereitungen für eine neue Offensive. Der Kreml hat diese Vorwürfe am Montag zurückgewiesen und nennt sie einen "Versuch weiterer Aufwiegelung".
Vergangene Woche hat Moskau seine nuklearfähige, interkontinentale ballistische Rakete Sarmat getestet. Seit das New-Start-Abkommen über die russischen und US-Atomwaffenarsenale im Februar ausgelaufen ist, sind die beiden größten Atommächte der Welt offiziell nicht mehr an zahlreiche Beschränkungen gebunden.