Während die Nato gerade ihr jährliches Atomwaffen-Manöver abhält, hat Russland am Mittwoch ebenfalls Atomwaffenübungen durchgeführt. "Heute führen wir eine geplante, ich möchte betonen, geplante, Übung der Nuklearstreitkräfte durch", sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit seinen Generälen. Schon am Montag der Vorwoche hatte die Nato mit einer ähnlichen Übung begonnen.
Die russische Armee startete dazu eine ballistische Interkontinentalrakete von einem U-Boot in der Barentssee, nahe der Grenze zum Westen. Eine weitere Testrakete wurde von einem Startplatz im Norden Russlands abgefeuert. Gleichzeitig führten strategische Bomber Angriffe mit Luftraketen durch, wie das russische Militär mitteilte. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte dazu Videos, die die Starts von Flugzeugen, vom Boden und vom Meer aus zeigten.
Die Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, sind zuletzt ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump hat ein geplantes Treffen mit Putin am Dienstag vorerst verschoben. Er erklärte, er wolle "kein vergebliches Treffen" mit Putin zur Ukraine.
Die Nato hat vergangene Woche mit ihrem Atomwaffen-Manöver begonnen. An der zweiwöchigen Übung mit dem Namen "Steadfast Noon" nehmen 2.000 Soldaten aus 14 Ländern teil, darunter auch aus Deutschland.