Beim spektakulären 2:3 zwischen Dortmund und Bayern kam es in Minute 38 zum folgenschweren Duell: ÖFB-Star Konrad Laimer setzte im Laufduell mit dem BVB-Kapitän nach und gab ihm einen leichten Stoß mit. Can rutschte hinter der Torauslinie aus, ging zu Boden – und griff sich sofort ans linke Knie. Später bewahrheiteten sich die Befürchtungen: Kreuzbandriss.
Allein Cans emotionaler Gang vom Spielfeld sorgte bei Fans und Beobachtern im Stadion für Gänsehaut. Dann wurde es aber noch emotionaler: Was sich in den Katakomben und auf dem Gelände des Stadions ereignete, ging unter die Haut.
Kurz nach Abpfiff humpelte Can auf Krücken aus der Kabine und stieg in einen wartenden Mercedes-SUV. Am Steuer: sein langjähriger Berater. Anstatt loszufahren, saßen beide lange im Auto, Can verzweifelt auf dem Beifahrersitz. Der Dortmund-Kapitän zog sich immer wieder das Trikot vor das Gesicht und war völlig aufgelöst.
Als seine Kollegen nach der Niederlage aus der Kabine gingen, klopfte einer nach dem anderen am Fenster und versuchte, den aufgelösten Can zu trösten. Allen voran Karim Adeyemi. Bemerkenswert: Auch Bayern-Star Leon Goretzka suchte seinen Mitspieler aus dem Nationalteam und sprach ihm aufmunternde Worte zu – und das zu später Stunde.
Für den Can ist die Saison jedenfalls gelaufen. Und wäre das nicht genug, könnte der Einsatz gegen die Bayern sein letztes Spiel als Dortmunder gewesen sein. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus.