"Das war für mich der deutlichste Elfmeter in der Saison", schimpfte der Hütteldorfer Trainer nach dem Spiel im "Sky"-Interview. Welche Szene er damit meinte: Nach einem Freistoß in der ersten Halbzeit wurde Nikolaus Wurmbrand von Altachs Tormann Dejan Stojanovic auf der Torlinie niedergerissen. Eine Szene, die eher an Wrestling als an Fußball erinnerte – und für mächtig Gesprächsstoff sorgte, weil Rapid nach dem 1:1-Unentschieden am letzten Spieltag des Grunddurchgangs auf Platz sechs um den Einzug in die Meistergruppe zittern muss.
Der VAR griff ein, beorderte Schiedsrichter Ciochirca zum Check. Der entschied sich allerdings nach Ansicht der Bilder zum Unmut der Rapid-Bank gegen einen Strafstoß. Mit dem Elfmeter hätte Rapid schon früh die große Chance gehabt, in Führung zu gehen und damit auf die Siegerstraße zu gelangen.
Hoff Thorup suchte deshalb bereits in der Halbzeit das Gespräch mit dem Unparteiischen. "Ich war überrascht, wieso der Elfmeter nicht gegeben wurde. Unser Spiel ist wichtig, aber auch die Regeln und Entscheidungen im Spiel. Da sind einfach zu viele Fehler passiert", wetterte der Däne. Damit spielte er wohl auch auf den späten Platzverweis des eingewechselten Jakob Schöller an. Der Innenverteidiger (90.) flog nach VAR-Check wegen eines Torraubs vom Platz – eine Entscheidung, die ebenfalls nicht unstrittig war.
Wieso es keinen Elfmeter für Rapid gab? Wie Schiedsrichter Ciochirca dem Rapid-Coach erklärte, weil zuerst Stojanovic von Wurmbrand gehalten wurde. Dem entsprechend hätte es ein Foul für Altach gegeben und nicht für Rapid die Chance aufs 1:0. Schlussendlich spielte Rapid nur 1:1-Unentschieden. Nachdem Andreas Weimann (50.) zunächst die Wiener mit seinem Comebacktor in Führung brachte, sah es lange Zeit so aus als würden sich die Rapidler für die Meistergruppe qualifizieren. Altach gelang aber in Person von Yann Massombo (86.) der späte Ausgleich. Danach schwammen die Gäste sogar noch gewaltig und konnten mit dem Punkt zufrieden sein.