Am Sonntag steigt das große Bundesliga-Finale. Im Fernduell geht es dabei um den Meistertitel. Dabei hat der LASK die klar besseren Karten. Die Linzer nehmen zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger Sturm Graz mit in die 32. und letzte Bundesliga-Runde, haben auch ein Sternchen. Das bedeutet, dass der Elf von Didi Kühbauer am Sonntag (14.30 Uhr) bei der Wiener Austria bereits ein Unentschieden reicht, um den erst zweiten Titel der Klubgeschichte nach 1965 zu holen. Die Grazer müssen zeitgleich zu Hause Rapid Wien schlagen und auf Schützenhilfe der Veilchen helfen.
Die könnte es allerdings geben, denn die Violetten haben selbst noch Ziele, können nämlich sogar noch Dritter werden, wollen aber jedenfalls Rang vier halten und Grün-Weiß hinter sich lassen. Beide Wiener Vereine trennen aktuell zwei Punkte. Der vierte Platz ist auch deshalb erstrebenswert, weil er das Fixticket für die Conference-League-Qualifikation bedeutet, während der Fünfte noch ins Play-off muss.
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Gleichzeitig geht es aber auch darum, einer Mannschaft nicht beim Feiern im eigenen Stadion zuschauen zu müssen, wie Austrias Saison-Shootingstar Sanel Saljic klarmachte. "Wir sollten die Einzigen sein, die eine Meisterschaft hier feiern. Wir werden alles dafür tun, dass der LASK das hier nicht tut", erklärte Austrias Führungstorschütze im Wiener Derby am vergangenen Sonntag. Nach zwei Siegen in Serie und dem Sprung auf Platz vier der Tabelle ist die Brust jedenfalls breit. "Wir haben genug Selbstvertrauen, was gibt es Schöneres, als mit zwei Erfolgen in die letzte Runde zu gehen?", fragte Saljic, man müsse aber "die eigene Spielidee" auf den Platz bringen.
Ähnlich sieht es auch Austria-Trainer Stephan Helm, der "einen positiven Trend" erkennt. "Wir sind bekannt dafür, dass wir mit offenem Visier spielen. Wir haben es uns erarbeitet, dass wir ganz am Ende noch um etwas mitspielen. Es ist kein Geheimnis, dass wir aus keiner einfachen Situation gekommen sind. Das hat auch Einfluss auf die Kaderplanung gehabt, wir haben jungen Spielern die Chance gegeben, sich zu entwickeln", erklärte der violette Coach.
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"Wir brauchen einen Sieg, müssen auf uns schauen", meinte Helm dann. "Der LASK ist sehr ballsicher, sie haben ihre Stärken im Ballbesitz, sind sehr komplett. Unsere Aufgabe wird es sein, die eine oder andere Stärke zu nehmen. Beide Mannschaften haben etwas zu gewinnen. Wir werden mutig auftreten", kündigte der violette Trainer an.
Abwehrchef Aleks Dragovic fehlt gesperrt, alle drei Spiele ohne den Innenverteidiger gingen verloren. Das soll für Helm aber kein schlechtes Omen bedeuten: "Er spielt natürlich eine wichtige Rolle, aber wir sind da gut besetzt. Ich habe großes Vertrauen."