Salzburg-Ärger nach 0:1 "Ein Nudeltor bekommen"

Maxi Wöber ärgert sich über das Gegentor in Lille.
Maxi Wöber ärgert sich über das Gegentor in Lille.Gepa
Auch im zweiten Anlauf hat es nicht geklappt. Salzburg verpasste am fünften Champions-League-Spieltag mit einem 0:1 in Lille den Aufstieg. 

Damit wartet nun ein echtes Endspiel auf die Elf von Matthias Jaissle. Im abschließenden Heimspiel muss ein Sieg gegen den spanischen Spitzenklub Sevilla her. Auch ein Punkt könnte reichen. Dafür bräuchte es allerdings Schützenhilfe von den französischen "Doggen". 

Österreichs Serienmeister lieferte in Lille die schwächste Leistung der Champions-League-Saison ab, stellte den französischen Titelträger in einer an Torchancen armen Partie selten vor Probleme. Der Treffer von Jonathan David (31.) machte schließlich den Unterschied. 

"Nudeltor bekommen"

"Die Mannschaftsleistung war sehr in Ordnung, wir haben uns aber keine Torchancen herausgespielt, haben gute Möglichkeiten gehabt, auf ihr Tor zuzulaufen, treffen dann aber die falsche Entscheidung", analysierte der neuerlich bärenstarke Abwehrchef Maxi Wöber - Salzburgs Bester im Spiel - bei "Sky". Doch den Gegentreffer hatte auch der Innenverteidiger nicht verhindern können. 

"Da kriegen wir so ein Nudeltor, das wir schon vorher verhindern müssen", ärgerte sich Wöber. Denn Lille-Star Burak Yilmaz hatte sich in den Salzburg-Strafraum gedribbelt, dabei den Ball eigentlich bereits verloren. Von Andreas Ulmer sprang das Leder dann zum Torschützen, der unbedrängt einschoss. 

"Gegentor unnötig"

Ähnlich sah es auch Coach Jaissle, der seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen wollte. "Sie haben versucht, alles auf den Platz zu bringen. Aber wir haben gewusst, dass Kleinigkeiten entscheiden können. Das Gegentor war unnötig. So eine Partie kann auch mal 0:0 ausgehen. Wir waren nicht so zwingend, aber die Leistung war schon in Ordnung", meinte der Deutsche. 

Gleichzeitig weiß Jaissle, woran er mit seiner jungen Truppe zu arbeiten hat: "Uns geht ein bisschen ab, dass wir mutiger sind, die Abschlüsse suchen. Und auch, dass der finale Pass vom Timing passt. Das müssen wir in den nächsten Wochen besser machen." 

"Bleiben wir bescheiden"

An der Ausgangsposition der Mozartstädter hat sich allerdings wenig geändert. Salzburg braucht weiterhin einen Sieg. Der muss nun aber gegen Sevilla gelingen. "Wir haben es noch in der eigenen Hand", blickte der frischgebackene ÖFB-Teamspieler Nicolas Seiwald in die Zukunft. Wöber unterstrich allerdings, dass das Aufstiegsrennen nun eine Nervenschlacht werden könnte: "Genau diese Situation wollten wir eigentlich verhindern. Aber nun ist es so, müssen wir es annehmen." 

Ein Vorteil dabei: Das Spiel steigt in der heimischen Bullen-Arena, die Lockdown-bedingt allerdings leer bleiben muss. Allerdings sind die Mozartstädter zu Hause deutlich stärker. "Wir müssen immernoch bescheiden in der Champions League auftreten. Es ist eine große Sache für uns, hier dabei zu sein. Uns wurde bei dem Umbruch gefühlt gar nichts zugetraut, also bleiben wir jetzt bescheiden", schloss der Deutsche. 

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