Die Spiele können beginnen! In Salzburg wurde der inoffizielle Festspielauftakt gefeiert, standesgemäß mit einem Bieranstich im Restaurant M32. Und der lief diesmal besonders zackig ab. Daniela Ziegler, erneut als Jedermanns Mutter zu sehen, und Regisseur Ersan Mondtag, der bei "Ariadne auf Naxos" Regie führt, benötigten nur einen einzigen Schlag, bis das Fass angezapft war.
Für Karin Bergmann war es eine Premiere. Die neue Intendantin richtete erstmals ihre Eröffnungsworte an die Künstlerinnen und Künstler. "Lassen sie den künstlerischen Spirit hier leben", gab sie ihnen mit auf den Weg.
Auch die neue Buhlschaft Roxane Duran nutzt die Zeit in Salzburg trotz intensiver Proben. Besonders spannend, sie kennt den "Jedermann" bislang kaum. "Ich habe den Jedermann noch nie gesehen, auch nicht im Film. Nur eine kurze Szene mit Christoph Luser aus dem Vorjahr. Und das war schon gigantisch. Ich kann ganz unbefangen an das Stück gehen. Was mich aber wirklich ein bisschen stört. Ich kann mir das Stück nie selber anschauen", erzählt sie.
Für Luser ist die Produktion hingegen bereits vertrautes Terrain. Er ist erneut als Guter Gesell und Teufel zu sehen. Nach den Proben der vergangenen Wochen geht es nun hinaus an den legendären Spielort. "An den heißen Tagen der letzten Wochen haben wir auf der klimatisierten Probenbühne gearbeitet. Jetzt geht es raus auf den Domplatz", so Luser.