Einzigartig in Österreich

Samariterbund NÖ startet neue Ausbildungsoffensive

In nur sechs Monaten vom Rettungssanitäter zum Notfallsanitäter NKV (Venenzugang und Infusion) – das ist in Niederösterreich möglich.
Niederösterreich Heute
10.03.2026, 14:26
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Der Samariterbund Niederösterreich setzt neue Maßstäbe in der Ausbildung von Rettungskräften: In der Rettungsschule des Samariterbundes ist es, derzeit österreichweit einzigartig, möglich, innerhalb von nur sechs Monaten die Ausbildung vom Rettungssanitäter zum Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion (NKV) zu absolvieren. Die Kurse werden in Traismauer angeboten.

Damit reagiert der Samariterbund auf die steigenden Anforderungen der modernen Notfallmedizin sowie auf die geplante Weiterentwicklung der Rettungslandschaft im Rahmen des Gesundheitspakts 2040 des Landes Niederösterreich.

Praxisnahe Ausbildung

Künftig sollen verstärkt sogenannte RTW-C-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, insbesondere in jenen Bereichen, in denen Notarztstützpunkte reduziert werden – das sieht der neue Gesundheitsplan des Landes vor. Um diese Anforderungen bestmöglich zu erfüllen, setzt der Samariterbund Niederösterreich verstärkt auf eine hochwertige und praxisnahe Ausbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der zahlreichen Ehrenamtlichen.

"Wir haben bereits vor längerer Zeit begonnen, die Ausbildung unserer haupt- und ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter kontinuierlich zu verbessern", erklärt Hannes Sauer, Präsident des Samariterbundes Niederösterreich. "Fast 500 der insgesamt rund 2.300 Sanitäterinnen und Sanitäter des Samariterbundes haben bereits die Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter absolviert, knapp 300 verfügen sogar über die weiterführende Ausbildungskompetenz NKV (Venenzugang & Infusion) und knapp hundert über die höchste Ausbildungsstufe NKI (Beatmung & Intubation). Mit dem neuen Ausbildungsmodul stärken wir diese Kompetenzen weiter."

Derzeit absolvieren 18 haupt- und ehrenamtliche Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter die intensive Ausbildung. Diese beginnt mit einer fünfwöchigen theoretischen Ausbildung an der Rettungsschule mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden. Danach folgen umfangreiche Praxiseinsätze mit 280 Stunden am Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein 40-stündiges Praktikum in einer Klinik. Nach erfolgreicher Prüfung schließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst die Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter (NFS) ab.

Darauf aufbauend folgt eine 40-stündige theoretische Ausbildung mit Abschlussprüfung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz Arzneimittellehre (NKA). In einem weiteren Schritt absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzliche zehn Stunden Theorie, ein 40-stündiges Klinikpraktikum sowie eine abschließende Prüfung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion (NKV).

Geblockte Ausbildungsform

"Diese geblockte Ausbildungsform bieten wir erstmals an und derzeit als einzige Organisation in Österreich", erklärt Harald Radschopf, Leiter der Rettungsschule Niederösterreich. "Damit ist es möglich, innerhalb von nur sechs Monaten vom Rettungssanitäter zum Notfallsanitäter NKV ausgebildet zu werden."

Vergangene Woche überzeugte sich auch die für den Rettungsdienst zuständige Landesrätin Eva Prischl (SPÖ) persönlich vom Ausbildungsprogramm. Bei ihrem Besuch in der Rettungsschule Niederösterreich erhielt sie Einblick in die Ausbildung und tauschte sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus.

"Bin begeistert vom Engagement"

"Ich bin begeistert vom Engagement der vielen jungen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter und sehr stolz darauf", betonte die Landesrätin. "Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch bei allen Sanitäterinnen und Sanitätern in Niederösterreich für ihren Einsatz für die Menschen in unserem Bundesland bedanken."

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