Karten heiß begehrt

Sammelfieber um Pokémon erreicht neuen Rekord

30 Jahre Pokémon – und der Hype wächst einfach immer weiter. Neue Daten zeigen jetzt: Österreich gehört zu Europas größten Sammlernationen.
Digital  Heute
24.02.2026, 17:33
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Drei Jahrzehnte nach dem Start der Marke rund um Pokémon ist der Sammelhype lebendiger denn je. Zum Pokémon Day am 27. Februar 2026 zeigt sich: Die Begeisterung für Karten, Figuren und limitierte Fanartikel ist nicht nur ein nostalgisches Phänomen, sondern ein globaler Markt mit enormer Dynamik. Besonders in Österreich ist das Interesse auffallend hoch – das Land positioniert sich beim Suchvolumen klar unter den führenden Nationen Europas.

Aktuelle Daten der Online-Handelsplattform eBay belegen die Dimensionen dieses Booms. 2025 wurde auf eBay.com im Schnitt mehr als 360-mal pro Minute nach "Pokémon" gesucht. Auch Nintendo-bezogene Pokémon-Artikel verzeichneten eine enorme Frequenz: Hier wurden über 160 Suchanfragen pro Stunde registriert. Diese Zahlen unterstreichen, dass der Hype rund um die bunten Taschenmonster auch nach 30 Jahren nichts von seiner Zugkraft verloren hat.

Österreich als Sammlernation

Während das Interesse in manchen europäischen Ländern zuletzt schwächer ausgeprägt war, hebt sich Österreich deutlich ab. Das hohe Suchvolumen zeigt, dass hierzulande intensiv gesammelt wird – und zwar mit System. Gefragt sind vor allem klassische Sammelkarten, Figuren und limitierte Editionen. Dabei wird nicht wahllos gekauft: Österreichische Sammlerinnen und Sammler recherchieren gezielt, vergleichen Preise und achten besonders auf Seltenheit sowie potenziellen Wert, heißt es in der eBay-Analyse.

Online-Marktplätze wie eBay haben sich dabei als zentrale Drehscheiben etabliert. Von Vintage-Funden bis zu raren Einzelstücken reicht das Angebot, das quer durch Europa und international gehandelt wird. Gerade für jene, die bestimmte Editionen oder Zustände suchen, eröffnet der globale Zugriff neue Möglichkeiten.

Jubiläum treibt Nachfrage weltweit an

Das 30-jährige Bestehen der Marke sorgt zusätzlich für neue Dynamik in der Community. International zeigen die Zahlen einen deutlichen Nachfrageanstieg im Jubiläumsjahr. Besonders stark fiel das Interesse an Pikachu aus. Die Verkäufe von Pikachu-Artikeln stiegen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 120 Prozent.

Auch andere bekannte Figuren verzeichneten deutliche Zuwächse bei den Suchanfragen, darunter Blastoise, Mewtwo, Dragonite und Lugia. Gründe dafür waren unter anderem neue Set-Veröffentlichungen, Jubiläumsaktionen und kulturelle Kooperationen, die zusätzliche Aufmerksamkeit generierten.

Nostalgie als Markttreiber

Ein wesentlicher Faktor hinter dem anhaltenden Boom ist die Nostalgie. Spieleklassiker wie Pokémon Red and Blue verzeichneten 2025 ein Nachfrageplus von rund 130 Prozent. Noch stärker fiel der Zuwachs bei Pokémon Emerald aus – hier lag das Plus bei über 310 Prozent.

Auch Karten der ersten Generation dominieren weiterhin den Markt. Besonders deutlich wird das am Beispiel von Charizard, der als wertstärkstes Sammelobjekt im Pokémon-Universum gilt. Eine seltene Karte der ersten Edition erzielte 2025 einen Verkaufspreis von mehr als 270.000 US-Dollar. Zudem stiegen die Verkäufe von Base-Set- und Holo-Charizard-Karten im Jahresvergleich um über 50 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass frühe Editionen nicht nur emotionalen, sondern auch erheblichen materiellen Wert besitzen können.

Internationale Karten im Trend

Parallel dazu wächst das Interesse an internationalen Editionen. Die Suchanfragen nach japanischen Pokémon-Karten legten 2025 um mehr als 50 Prozent zu. Das zeigt, dass viele Sammler ihre Kollektionen zunehmend global ausrichten und gezielt nach besonderen, teilweise exklusiven Ausgaben suchen.

Die aktuellen Marktdaten machen deutlich: Pokémon ist längst mehr als ein Kindheitshobby. Es ist ein generationsübergreifendes Sammelphänomen mit weltweiter Community und spürbarer Marktdynamik. Zum 30-jährigen Jubiläum zeigt sich, dass der Reiz aus Seltenheit, Nostalgie und globaler Vernetzung stärker ist denn je – und Österreich mischt dabei ganz vorne mit.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.02.2026, 17:33
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen