Deutschland setzte beim Eurovision Song Contest in Wien große Hoffnungen auf Sängerin Sarah Engels. Sie sollte endlich wieder eine starke Platzierung für Deutschland holen – doch beim Finale am vergangenen Samstag folgte die große Ernüchterung.
"Germany: Zero Points" - die Enttäuschung bei Deutschlands ESC-Fans war groß, als Engels mit ihrem Song "Fire" beim ESC vom Publikum keinen einzigen Punkt erhielt. Die zwölf Punkte der internationalen Fachjury konnten ihre Platzierung auch nicht mehr retten – am Ende landete Deutschland nur auf Platz 23 und damit auf dem drittletzten Rang.
Auch wenn sie im Gespräch mit der deutschen "BILD" jetzt klarmacht, dass das Ranking für sie nicht wichtig ist und sie selbst bereits "vom Schlimmsten ausgegangen" ist, macht sie klar: "Ich hätte mir für Deutschland eine bessere Platzierung gewünscht."
Bereuen würde sie die Teilnahme "niemals" – aber dennoch: Sie verspürt nach ihrem Erlebnis auch keine Motivation, es nochmal zu versuchen. "Ich würde nicht noch mal beim ESC antreten," erklärt die Sängerin offen – ihr Grund: "Weil es nur beim ersten Mal diese besondere Magie hat." Das Kapitel ESC ist für sie also abgeschlossen.
Auch über Deutschlands Zukunft beim Song Contest spricht sie offen. In den vergangenen Jahren landeten deutsche ESC-Kandidaten meist auf eher bescheidenen Plätzen. "Grundsätzlich könnte es Deutschland guttun, auch mal ein Jahr zu pausieren," so Engels gegenüber "BILD". Etwas Abstand könnte ihrer Meinung nach helfen, denn: "Es ist ja auch nicht so, dass Deutschland es noch nie geschafft hätte."