Heikler ESC für ORF

Programmchefin packt aus: "Da ist die Stimmung gekippt"

Der ESC 2026 in Wien war ein voller Erfolg – zumindest aus organisatorischer Sicht. Es fehlte aber nicht viel, dann wäre die Stimmung gekippt.
Newsdesk Heute
18.05.2026, 08:38
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1,5 Millionen in Österreich, neun Millionen in Deutschland: Der Eurovision Songcontest feierte trotz Boykott-Aufrufen Mega-Quoten. Zwischenfälle blieben beinahe vollständig aus und mit Bulgarien darf sich ein Land über seinen Premieren-Sieg freuen. Dieser reibungslose Ablauf war im Vorhinein alles andere als klar.

"Der Songcontest sollte keine politische Bühne sein, aber das ist nicht auszublenden", sagt ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz zurückblickend im Ö1-Morgenjournal am Montag. Gemeint ist die umstrittene Teilnahme Israels während des anhaltenden Kriegs in Palästina und im Libanon.

"Da ist die Stimmung gekippt"

Letztlich war es aber "sehr in unserem Sinn", dass Israel teilnehmen kann – besonders in Wien. Als ORF habe man sich entschieden, "der beste Gastgeber zu sein und alle gleich zu behandeln".

Auch für das Publikum in der Halle war das in Ordnung – aber nur, bis im Raum stand, dass Israel tatsächlich gewinnen könne. "Da ist die Stimmung ein wenig gekippt", packt Groiss-Horowitz aus. Als es dann Bulgarien geworden ist, war eine große Erleichterung zu spüren, "aus ganz unterschiedlichen Gründen."

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ESC kostet ORF 16 Mio. Euro

Das Budget des ORF für die Ausrichtung des Events betrug 16 Millionen Euro. Zwar gab es kurzfristig deutlich höhere Ausgaben für die Sicherheit, im Budget konnte man aber sehr rasch umplanen. Dennoch ist die Programmchefin "sehr, sehr zuversichtlich", dass die 16 Millionen gehalten werden können.

Nun wandert der Blick in Richtung Bulgarien. Der "Deal" des ESC ist es, einmal im Jahr eine solche Mega-Show aus einem der EBU-Länder geliefert zu bekommen. Wenn man gewinnt, verpflichtet man sich zur Austragung. Auf lange Strecke sei es ein "sehr profitables Geschäft für den ORF", Publikum und Mitarbeiter waren sehr stolz. "Das hat uns ganz sicher nicht geschadet."

Cosmó tut ihr "ein bissl leid"

Gleich ein zweites Mal den ESC ausrichten, das "will wirklich niemand". Für Cosmó tue es ihr "ein bissl leid", dass er nicht mehr Punkte bekommen hat. Aber es war "nicht überraschend": Deutschsprachige Titel tun sich immer extrem schwer und landen weit hinten. Trotzdem habe er sehr selbstbewusst eine super Show abgeliefert.

Bulgarien rät sie: Vorbereitung ist wichtig, damit sollte man schon jetzt anfangen, so ein Jahr ist schnell vorbei. Und die politischen Rahmenbedingungen sollte man nicht unterschätzen. "Der Songcontest findet nicht in einem luftleeren Raum statt."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.05.2026, 08:42, 18.05.2026, 08:38
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