Auftritt in Gefahr?

Manipulations-Alarm beim ESC! EBU geht gegen Israel vor

Aufregung um Israel-ESC-Kandidaten geht in die nächste Runde. Jetzt hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) reagiert
Heute Entertainment
10.05.2026, 09:14
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Kurz vor dem ESC 2026 in Wien kracht es hinter den Kulissen gewaltig! Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat den israelischen Sender KAN jetzt offiziell ermahnt – wegen einer angeblich völlig überzogenen Online-Werbekampagne rund um den Eurovision Song Contest.

Der Vorwurf: Massive Social-Media-Promotion soll das Voting zu sehr beeinflussen. Laut EBU sollen sogar externe Stellen und staatlich unterstützte Kampagnen mitgemischt haben. Genau das will die Organisation künftig verhindern.

"Unverhältnismäßige Werbung"

Konkret geht es um Werbeclips des israelischen ESC-Teilnehmers Noam Bettan. Auf YouTube tauchten zuletzt Videos auf, in denen der Sänger Fans direkt dazu aufforderte, alle zehn verfügbaren Stimmen ausschließlich für Israel abzugeben. Die Clips sollen laut Berichten in insgesamt 13 verschiedenen Sprachen verbreitet worden sein – vor allem vor ESC-bezogenen Videos.

Dabei liegt genau hier das Problem: Die EBU hatte nach den heftigen Diskussionen rund um das Televoting 2025 neue Regeln beschlossen. "Unverhältnismäßige Werbung" und gezielte Massenmobilisierung beim Voting wurden ausdrücklich verboten. Damit wollte die Organisation verhindern, dass professionelle Marketingkampagnen den Musikwettbewerb dominieren.

EBU reagierte binnen Minuten

Die EBU bestätigte inzwischen, dass sie sofort eingegriffen habe. In einem offiziellen Statement heißt es: "Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass Videos veröffentlicht und verbreitet worden waren, in denen der Künstler, der KAN vertritt, dazu aufrief, zehnmal für Israel abzustimmen."

Innerhalb von nur 20 Minuten habe man die israelische Delegation kontaktiert und verlangt, die Videos unverzüglich zu entfernen. Dem sei laut EBU auch nachgekommen worden.

Besonders kritisch sieht die Organisation den direkten Aufruf, sämtliche Stimmen nur einem einzigen Act zu geben. Dies widerspreche "weder den Regeln noch dem Geist des Wettbewerbs".

Verwarnung gegen KAN

Der israelische Sender verteidigte sich damit, dass die Kampagne angeblich direkt von Noam Bettan selbst organisiert worden sei und nicht von externen Gruppen oder Lobbyorganisationen. Dennoch blieb die EBU hart und sprach eine formelle Verwarnung gegen KAN aus.

In der Stellungnahme heißt es weiter: "Wir haben eine formelle Verwarnung an KAN ausgesprochen; wir werden deren Werbeaktivitäten weiterhin genau beobachten und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergreifen."

Welche Konsequenzen bei weiteren Verstößen drohen könnten, ließ die EBU offen. Klar ist aber: Nach den Turbulenzen des Vorjahres will die Organisation diesmal deutlich früher eingreifen.

ESC-Direktor kündigt strenge Kontrollen an

Mittlerweile sind die umstrittenen Werbeclips wieder verschwunden. ESC-Direktor Martin Green kündigte außerdem an, sämtliche Promo- und Werbeaktivitäten aller 35 teilnehmenden Länder genau überwachen zu wollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.05.2026, 09:14
Jetzt E-Paper lesen