Begeisterung sieht anders aus

ESC spaltet! Mehr als jeder Dritte Österreicher dagegen

Der Eurovision Song Contest sorgt schon vor dem Start für Ärger: Viele Österreicher zweifeln am Sinn und Nutzen des Mega-Events.
Christoph Weichsler
03.04.2026, 12:53
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Der große Song Contest bringt Wien zwar internationale Aufmerksamkeit, aber die Stimmung im Land ist alles andere als euphorisch. Wenn der Eurovision Song Contest im Mai 2026 in der Wiener Stadthalle über die Bühne geht, sind viele schon jetzt skeptisch. Laut einer aktuellen Umfrage steht mehr als ein Drittel der Österreicher dem Event negativ gegenüber. 38 Prozent sagen klar: Das ist eher nichts für sie.

Auf den ersten Blick wirkt die Zustimmung höher: 44 Prozent sehen den ESC positiv. Doch von echter Begeisterung kann keine Rede sein – die Fronten sind verhärtet, die Meinungen gehen weit auseinander. Ein Event, das eigentlich verbinden soll, sorgt schon jetzt für Spaltung.

Sorge um Kosten und Nutzen

Besonders brisant: Viele zweifeln daran, dass sich das Ganze überhaupt auszahlt. 54 Prozent glauben nicht, dass der ESC wirtschaftlich ein Erfolg für Österreich wird. Statt Einnahmen für Tourismus und Wirtschaft fürchten viele offenbar ein teures Spektakel ohne echten Mehrwert.

"Einhellige Begeisterung sieht anders aus", heißt es dazu treffend in der APA-Erhebung. Der Satz bringt auf den Punkt, was viele denken: Der Glanz des internationalen Events kann die Skepsis im eigenen Land nicht überstrahlen.

Politische Brisanz rund um Israel

Auch politisch sorgt der Bewerb für Zündstoff. Beim Thema Israel sind die Meinungen fast gleich aufgeteilt – 33 Prozent wollen einen Ausschluss, 31 Prozent sind dagegen. Noch deutlicher ist die Haltung bei Russland: Fast jeder Zweite ist dafür, dass der Bann bestehen bleibt.

Unterm Strich zeigt sich: Der ESC ist für viele längst kein unbeschwertes Musikfest mehr, sondern ein Reizthema, das Emotionen hochkochen lässt - und das schon Wochen vor dem ersten Ton.

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