Beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 ist es während des Auftritts der israelischen Kandidatin zu einem Zwischenfall gekommen.
In der TV-Übertragung waren mehrfach "Free Palestine"- und "Stop Genocide"-Rufe aus dem Publikum zu hören. Mehrere Personen wurden später aus der Halle verwiesen.
Die Proteste waren nicht nur in der Arena selbst deutlich wahrnehmbar, sondern teilweise auch in der ORF-Übertragung hörbar. Vor allem während ruhiger Passagen des Songs waren die Zwischenrufe klar zu erkennen.
Der ORF hatte bereits im Vorfeld des ESC angekündigt, diesmal keine Buh-Rufe oder Publikumsreaktionen künstlich aus der Übertragung zu entfernen. In den vergangenen Jahren war das noch anders gehandhabt worden.
Vor allem 2024 in Malmö hatte der Host-Broadcaster störende Reaktionen aus dem Publikum praktisch vollständig herausgefiltert. Damals war Israel ebenfalls massivem Protest ausgesetzt gewesen.
Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch bezog ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz Stellung zu den hörbaren Zwischenrufen während der Live-Übertragung.
Zunächst wurde die Frage nach möglichen Änderungen an die EBU verwiesen. Als jedoch konkret nachgefragt wurde, ob der ORF die Tonübertragung für die kommenden Shows anpassen werde, antwortete Groiss-Horowitz: "Wir sind für die Übertragung in Österreich verantwortlich und man konnte diesen bestimmten Satz an einer bestimmten Stelle hören. Von anderen Änderungen weiß ich nichts."