Beim ersten ESC-Halbfinale in Wien sorgte der Auftritt des israelischen Sängers Noam Bettan am Dienstagabend für Tumulte im Publikum. Dabei wurden mehrere Personen rausgeworfen ("Heute" berichtete). Seither verbreiten sich jetzt zahlreiche Aufnahmen aus der Wiener Stadthalle im Netz.
Auf einem der Videos ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte eine Person aus der Halle bringen. Die Szene wurde bereits hunderttausendfach angesehen und wird auf X heftig diskutiert.
Zu hören war der Protest auch live im TV – während des israelischen Auftritts rief ein Zuschauer laut "Stop Genocide!". Später bestätigten ORF und EBU den Vorfall offiziell.
"Die Person wurde später, nach weiterem Störverhalten und mehrmaligem Auffordern, dies zu unterlassen, aus der Halle gebracht", heißt es in einem Statement des ORF und der Rundfunkunion EBU.
"Drei weitere Personen wurden ebenfalls wegen störenden Verhaltens und Nicht-Einhaltens der Hausordnung der Halle verwiesen", heißt es außerdem.
In den sozialen Medien kursieren inzwischen mehrere Perspektiven des Rauswurfs, darunter auch Aufnahmen eines Mannes mit nacktem Oberkörper und dem Schriftzug "Palestine" auf dem Rücken.
Unter den Clips liefern sich User hitzige Debatten über Politik, Meinungsfreiheit und den "Eurovision Song Contest".