Sarah Wiener: "Wir brauchen keinen Black Friday"

Sarah Wiener, TV-Köchin und EU-Abgeordnete der Grünen.
Sarah Wiener, TV-Köchin und EU-Abgeordnete der Grünen.picturedesk.com
Am Freitag steigt die große Rabattschlacht zum Black Friday. Die Grüne EU-Abgeordnete Sarah Wiener kann damit nichts anfangen.

Am heutigen "Black Friday" wollen sich die Stores geradezu gegenseitig mit Angeboten (und Umsatz) übertrumpfen. Die Grüne EU-Abgeordnete Sarah Wiener hat Bedenken: "Ich möchte niemandem die Freude an einem Schnäppchen nehmen. Aber: Immer mehr und immer schneller – so wird es nicht unendlich lange weitergehen. Wir brauchen keinen Black Friday, wir brauchen möglichst langlebige Produkte und ein Recht auf Reparatur."

Der Grüne Deal

Diese Woche haben die EU-Abgeordneten über die Positionierung des Parlaments zum Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft der EU-Kommission abgestimmt, einem zentralen Baustein des Grünen Deals. Mit ihrem Initiativbericht fordern die Parlamentarier eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten hinsichtlich ihrer Lebensdauer und Reparaturmöglichkeiten, außerdem soll eine durch Hersteller absichtlich verkürzte Lebensdauer von Produkten in eine Liste unlauterer Geschäftspraktiken aufgenommen werden.

"Es kann doch nicht sein, dass die Reparatur oft teurer ist als der Kauf eines neuen Produktes. Da stimmt was nicht", so Wiener. "Ich freue mich sehr, dass das Parlament nun für eine Kennzeichnung der Lebensdauer von Produkten und deren Reparaturmöglichkeiten gestimmt hat. Das trägt einerseits zu mehr Transparenz bei, andererseits kann dadurch Abfall reduziert und das Klima geschützt werden."

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